Hier ist ausschließlich Spitzenmaterial aus den als ersten und große Lage klassifizierten Rieden drin. Sehr steile Lagen geprägt vom kargen Phyllit-Schiefer. Die Gemeinde ist der höchstgelegenste Weinbauort Österreichs. Die Böden sind hier deutlich älter als im Rest der Südsteiermark, die teils als Terrassen angelegten Weinberge sind sehr steil. Selektive Handlese der vollreifen Trauben, mehrere Stunden Maischestandzeit, dann schonend und langsam abgepresst. Im großen, gebrauchten Holz vergoren und auch darin ausgebaut. Langes Hefelager für über 18 Monate. Schon in der Nase merkt man sofort, dass man es hier mit deutlich komplexerem Stoff zutun hat. Rauchige, vom Schiefer geprägte Mineralität in der Nase. Kraftvoll und kühl zugleich. Exotische Frucht wird von dunklem Gestein, feiner Würze und etwas Rauch umspielt. Sehr komplex! Papaya, Zitronengras, grüne Birne und Marille. Dazu diese schicke Reduktion. Am Gaumen wirkt die Spätfüllung dann auch deutlich dichter und kraftvoller. Zu reifer Frucht kommt durchdringende Säure und ein griffiges Gerbstoffgerüst. Schöne Tiefe und Komplexität, dabei aber nicht extrem verschlossen, sondern eher schon offen. Das ist vor allem ein genialer Speisenbegleiter zu vielen Gerichten. Sehr fein!