Im Portrait

Emmerich Knoll

Weinberge am Fluss von Emmerich Knoll

16 Hektar eigenes Land hat das Weingut, fünf Hektar Vertragswinzer, Gesamtproduktion rund 150.000 Flaschen. Weinbergsarbeit in nachhaltigem Weinbau, organisch, ohne jedoch einer Organisation anzugehören. Inzwischen in der sechsten Generation. Der Fluss setzt natürlich auch klimatische Akzente und sorgt neben den unterschiedlichen Bodenformationen für prägnante Lagenunterschiede. Die imposanteste und gehaltvollste von drei Weinkategorien ist der Smaragd (Federspiel und Steinfeder heißen die etwas leichteren Weine. Vergleichbar wären Auslese trocken, Spätlese trocken und Kabinett trocken), gehaltvolle Weine mit wunderbarem Spiel – die große Stärke, aber auch die größte Herausforderung für die Region. 

Ein Winzer, der diese Herausforderung meistert, ist immer bemerkenswert. Wenn er dies jedoch über Jahre hinweg mit anscheinend spielerischer Leichtigkeit schafft wie Emmerich Knoll, dann ist er ein rarer Meister seines Fachs. Unaufdringlich, aber kaum je ganz zu durchdringen, stoffig, aber ohne Schwere ist jeder Wein aus der Knollschen Kollektion ein komplexes, kleines Meisterwerk. Doch auch hier, wie auch bei den Weinen, gibt es reichlich Subtext. Wenn man genau hinsieht, eröffnen sich unumstößliche Lebensweisheiten, die Winzer und Trinker verbinden: »Tut mir nur den Wein nicht taufen, laßt ihn doch als Heiden laufen. Nur der Durst soll christlich sein, so erweist man Ehr dem Wein.«