Weißwein, Nahe, 2016 Deutschland
Dönnhoff

Riesling QbA feinherb

Lobenberg: Das ist der im Grund halbtrockene Gutswein von Helmut Dönnhoff. Der Wein hat einen einzigen Nachteil: Es gibt relativ wenig. Dieser feinherbe, mit wenig Restzucker ausgestattete Wein, bekommt durch dieses mehr an Zucker seine...

  • 9,90 €

0,75 l (13,20 €/l)

  • 29020H
  • Lobenberg 93
  • Trinkreife: 2017 - 2030

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Weißwein, Nahe, 2016 Deutschland
Dönnhoff

Weißburgunder trocken

Lobenberg: Der einfache Weißburgunder, der von Helmut Dönnhoff produziert wird, ist der Einstiegs Weißburgunder am Weingut. Ein wunderbarer Stil der hier bereits exemplarisch für die nächste Stufe, den Weißburgunder -S-, steht. Elegant...

  • 11,20 €

0,75 l (14,93 €/l)

  • 28997H
  • Lobenberg 90
  • Trinkreife: 2017 - 2023

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Weißwein, Nahe, 2016 Deutschland
Dönnhoff

Riesling trocken Tonschiefer (Lage: Oberhäuser Leistenberg)

Lobenberg: Der Weinberg liegt auf dunklem Tonschiefer, das bezeichnet man auch als Carbonschiefer. Dieser Carbonschiefer geht bis ins Tiefschwarze. Der Schiefer ist kalkiger, hat kaum Ölanteile, und dieser Stein verwittert extrem schnell...

  • 13,50 €

0,75 l (18,00 €/l)

  • 28996H
  • Lobenberg 95
  • Trinkreife: 2017 - 2027

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Weißwein, Nahe, 2014 Deutschland
Dönnhoff

Riesling trocken Kahlenberg

Lobenberg: Der Kahlenberg, wie schon 2013, zeigt eine extrem ausdrucksstarke schiefrige Nase. Etwas weniger laut, etwas sanfter als 2013. Auch der expressive, fruchtbetonte, steinige Mund durchaus etwas moderater und sanfter als im...

  • 17,50 €

0,75 l (23,33 €/l)

  • 25817H
  • Lobenberg 93
  • Trinkreife: 2015 - 2030

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Weißwein, Nahe, 2016 Deutschland
Dönnhoff

Riesling trocken Kahlenberg

Lobenberg: Ganz alte Weinberge in Hanglange, 500 Meter weit weg vom Fluss. Kies und Quarzit mit leichten Porphyranteilen. Alkoholgrad 12,5%, unter 4 Gramm Restzucker, gut 8 Gramm Säure. Die Werte von 2016 sind erstaunlicherweise fast...

  • 18,50 €

0,75 l (24,67 €/l)

  • 28998H
  • Lobenberg 95
  • Trinkreife: 2017 - 2032

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Weißwein, Nahe, 2016 Deutschland
Dönnhoff

Grauburgunder -S- trocken

Lobenberg: Rauchig staubige Elemente. Reife Elemente, reife Kiwi, reifer Apfel, vielleicht auch ein bisschen reife Stachelbeere dahinter. Im Mund etwas Sauerteig, total überreife Apfel- und Kiwielemente, sehr erdig, würzig, tief, warm,...

  • 20,50 €

0,75 l (27,33 €/l)

  • 30347H
  • Lobenberg 94
  • Trinkreife: 2017 - 2027

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Weißwein, Nahe, 2016 Deutschland
Dönnhoff

Riesling trocken Höllenpfad

Lobenberg: Feiner roter Sandstein, sehr steile Lage, weiter entfernt vom Fluss. Sehr alte Reben, ein reiner Südhang. Dementsprechend, anders als im Kahlenberg, viel mehr Wucht und Druck. Wie 2015 nur 12,5% Alkohol, 4 Gramm Restzucker und...

  • 20,50 €

0,75 l (27,33 €/l)

  • 30352H
  • Lobenberg 97
  • Trinkreife: 2019 - 2039

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Weißwein, Nahe, 2016 Deutschland
Dönnhoff

Weißburgunder -S- trocken

Lobenberg: Deutlich ausgeprägte weiße Frucht in der Nase mit schönem Toasting – schon im Ansatz Burgunder. Hinter dem Pfirsich kommt auch ein Hauch Banane und etwas Salz und helles Gestein. Auch unreife Kiwi und Litschi. Im Mund sehr...

  • 20,50 €

0,75 l (27,33 €/l)

  • 30353H
  • Lobenberg 94
  • Trinkreife: 2017 - 2027

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Weißwein, Nahe, 2016 Deutschland
Dönnhoff

Riesling Spätlese Oberhäuser Brücke (fruchtsüß)

Lobenberg: In den letzten Jahren ist die Oberhäuser Brücke dank der extrem langen Vegetationsperiode noch reicher an Aromen als sie das in den brillanten Vorgängerjahrgängen war. Dönnhoff steht sichtlich grandios in dieser schönen warmen...

  • 25,00 €

0,75 l (33,33 €/l)

  • 30351H
  • Lobenberg 98
  • Trinkreife: 2017 - 2049

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Weißwein, Nahe, 2016 Deutschland
Emrich Schönleber

Weißburgunder -S- trocken

Lobenberg: Bei der genialen Qualität, die bereits in der Weißburgunder-Basis steckte, war klar, dass Frank irgendwann mal eine höhere Qualität daraus ziehen könnte. Der S ist eine Selektion der feinsten Trauben. Und guter Schritt. Dieser...

  • 14,00 €

0,75 l (18,67 €/l)

  • 30470H
  • Lobenberg 94
  • Trinkreife: 2017 - 2023

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Vogelperspektive auf Weinberg mit Weinfeldern

DIE Nahe gibt es nicht

Im Vergleich zur Mosel ist der Anteil der trockenen Weine an der Nahe höher. Und anders als im Rheingau gibt es an der Nahe keine Riesling-Monokultur. Die Nobelrebe steht dort wirklich nur in den besten Lagen. Mit 27 Prozent ist ihr Anteil am Rebensortiment vergleichsweise gering. Zwei andere Weine, mit denen die Nahe brilliert, sind der Weiß- und der Grauburgunder. Sie fallen zwar nicht so stoffig aus wie ihre badischen Pendants, sind dafür aber geschmeidiger. Auch der Spätburgunder bringt in den wärmeren Bereichen des Anbaugebiets gute Qualitäten. Müller-Thurgau, Dornfelder und Silvaner werden jedoch häufiger angebaut, wobei die Vielfalt der Stile und Geschmacksrichtungen immer wieder beeindruckend ist. Schaumwein- und Perlwein, Blanc de Noirs, liebliche Rot- und halbvergorene Weissweine, echte Hochgewächse und dilettantische Cuvées - es gibt kaum etwas, das im Anbaugebiet nicht produziert wird. Die Nahe ergibt Weine, die mit denen der benachbarten Anbaugebiete Mosel und Rheingau absolut auf Augenhöhe sind, sie manchmal sogar überstrahlen. 

Die Nahe selbst ist ein Flüsschen, das im Hunsrück entspringt und bei Bingerbrück in den Rhein mündet. An vielen Stellen ist sie nur ein Bächlein, das munter durch Wiesen und Auwälder plätschert, während sich links und rechts steile Hänge und schroffe Felswände aufbauen. Ausgeräumte Landschaften, die von jeglichen Bäumen, Hecken, Feldgehölzen befreit wurden wie in Rheinhessen, gibt an der Nahe nicht, nicht einmal droben auf den Höhen des Hunsrück, wo der Wind kalt über die Äcker pfeift. Dass in den Weinbergen überall die Vögel zwitschern, gehört allerdings in den Bereich lokaler  Schönfärberei. Die Nahewinzer sind weder Romantiker noch Ökofreaks. Nüchtern, aber nicht kühl - so könnte man sie beschreiben. Dass sie reihenweise Nistkästen in ihren Weinbergen aufhängen, ist nicht bekannt.

Schaffen & Feiern

Schiffbar war die Nahe übrigens nie. Die Eisenbahn wurde erst spät gebaut, die Autobahnen noch später. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war das Anbaugebiet so verrufen, dass die preussische Obrigkeit eingreifen und Ordnung schaffen musste. Die Weinberge wurden neu angelegt, der gemischte Satz abgeschafft, der reinsortige Anbau gefördert. Aber auch danach hinkte die Nahe noch lange hinter der allgemeinen Entwicklung hinterher. Während die Weine anderer Gebiete in Deutschland schon hell glänzten, mussten die Nahetäler einen großen Teil ihres Weins noch selbst trinken, was sie freilich ebenso gerne wie ausgiebig taten. „Schaffen und feiern"  seien ihre Hauptbeschäftigungen, heisst es kritisch in einem Amtlichen Vermerk des Kreises Kreuznach aus dem Jahre 1954. Und weiter: „Ärztlicherseits wird behauptet, dass man hier solche Mengen Alkohol vertragen könne, die normalerweise gesundheitsschädlich wären. Doch konnte eine biologische Substanz, die eine Immunität gegen die Wirkungen des Alkohols herausgebildet hat, nicht gefunden werden."

Steilhang mit Weinfeldterrassen
Rebzeilen vor Steilhang

"Schenk reinen Wein ein"

Der Nahewein wurde noch bis weit in das 20. Jahrhundert hinein als "Rheinwein" vermarktet. Präzise Grenzen hat das Gebiet erst 1971 erhalten, als das Deutsche Weingesetz verabschiedet wurde. Seitdem haben die Naheweine merklich an Bekanntheit gewonnen. Die Winzer waren aufgewacht. 
Ein zweiter Bereich befindet sich weiter landeinwärts an der oberen Nahe. Vor dem Dorf Monzingen fallen zwei steile Hänge ins Auge, die wie eine schiefe Ebene ins Nahetal abfallen: der Halenberg und das Frühlingsplätzchen, zwei von Blauschiefer und Quarzit geprägte Lagen, die hochmineralische Rieslinge hervorbringen - die Paradeweine des Gutes Emrich-Schönleber. Auch Schäfer-Fröhlich ist im Halenberg begütert.

Die bestockte Rebfläche ist zwar nur halb groß wie die der Mosel. Doch ist sie stark zersplittert und weit auseinandergezogen. Das Herzstück des Anbaugebiets ist die mittlere Nahe zwischen Bad Kreuznach und Schlossböckelheim. Der Untergrund besteht in diesem Bereich aus kleinschotterigem, schwarzgrauem Schiefer, der mal mit vulkanischem Gestein, mal mit rotem Porphyr oder mit Kalkgestein durchsetzt ist. Dort sind die besten Lagen der Nahe wie an einer Perlenkette aufgereiht: Bastei, Rotenfels, Kirschheck, Dellchen, Kafels, Hermannshöhle, Kupfergrube, Felsenberg. Aus diesem Bereich kommen zum Beispiel die Weine von Gut Hermannsberg und von Helmut Dönnhoff, teilweise auch von Schäfer-Fröhlich.

Verschiedene Bodenformationen sind prägend

Ein dritte großräumige Bereich liegt an der unteren Nahe zwischen Bad Kreuznach und Bingerbrück. Dort findet man sandig-lehmige Böden, die nichts anderes sind als verwitterter Grünschiefer mit Phylliten und Quarziten, wie sie auch auf der Rheingauer Seite zu finden sind. Von dort kommen die kräftigen Rieslinge des Schloßguts Diel, die mal spielerisch-fruchtig, mal kraftvoll, mal mineralisch-salzig ausfallen. 
Fleissig sind die Nahetäler übrigens immer noch, und gefeiert wird ebenfalls noch gern. Ihren Alkoholkonsum haben sie jedoch notgedrungen reduziert. Der Wein ist zu teuer  geworden. Vom Preisniveau des Rheingauers ist er zwar noch ein kleines Stück entfernt, doch das Gefühl, etwas Wertvolles, ja Rares darzustellen, hat sich selbst bei den Durstigsten unter ihnen breit gemacht.

Natürlich ist ein kühles Anbaugebiet wie die Nahe auch für edelsüße Weine prädestiniert. Die Auslesen, Beeren- und Trockenbeerenauslesen stehen denen des Rheingau in nichts nach, sind allerdings filigraner und manchmal noch säurebetonter. Und die Eisweine sind im Zweifelsfall nicht minder grandios als die von der Saar. Allerdings können sie nicht so regelmäßig geerntet werden wie dort.