Unter den Spitzenerzeugern ist Neuseeland mit Abstand das jüngste Weinland.

Neuseeland, Marlborough, Dog Point
Weißwein

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Neuseeland, Auckland, Kumeu River
Weißwein

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Neuseeland, Marlborough, Dog Point
Weißwein

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Neuseeland, Auckland, Kumeu River
Weißwein

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Neuseeland, Auckland, Kumeu River
Rotwein

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Neuseeland, Marlborough, Dog Point
Rotwein

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Neuseeland, Central Otago, Felton Road
Rotwein

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Neuseeland, Marlborough, Cloudy Bay
Weißwein

voll & rund

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Neuseeland, Hawkes Bay, Craggy Range
Rotwein

frische Säure

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Neuseeland, Hawkes Bay, Craggy Range
Rotwein

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Neuseeland, Auckland, Kumeu River
Rotwein

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Neuseeland, Central Otago, Felton Road
Weißwein

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Weinland Neuseeland

Unter den Spitzenerzeugern ist Neuseeland mit Abstand das jüngste Weinland. Auf den beiden großen Inseln im Pazifik wird eigentlich erst seit Anfang der 1980er Jahre professioneller Weinbau betrieben umso beeindruckender ist es, was die Winzer in dieser Zeit geschaffen haben.

Erste Versuche, Jahrzehnte der Prohibition und der Erfolg von Cloudy Bay

Neuseelands Weinbau begann genauso, wie er auch in anderen europäischen Kolonien statt­gefunden hatte. Die ersten Siedler und Missionare kamen zu Beginn des 19. Jahrhunderts und brachten Weinreben mit. Einer der Ersten, der in diesem fruchtbaren Land größere Weingärten anlegte, war James Busby, derauch schon als Vater des australischen Weinbaus gilt. Doch nach anfäng­lich positiven Ergebnissen kam der Weinbau Ende des 19. Jahrhunderts durch eine weit­rei­chende Prohibition fast vollständig zum Erliegen. Über Jahrzehnte hinweg war der Alkohol­verkauf stark reglementiert, und erst in den 1970ern änderten sich die Verhältnisse so, dass sich professioneller Weinanbau wieder lohnte.

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Der erste Versuch, den neuseeländischen Weinbau groß und exportfähig zu machen, scheiterte – nicht zuletzt, weil deutsche Berater auf Müller-Thurgau und ähnliche Massenträger gesetzt hatten, die international aber völlig unbekannt waren. Danach änderte man die Strategie und setzte auf französische Rebsorten. Bis Mitte der 1980er Jahre wurde vor allem für den heimischen Markt produziert. Dann aber veränderte ein einziger Wein buchstäblich alles. Benannt nach der Bucht vor Blenheim in Marlborough, schufen der Weingutsbesitzer David Hohnen und der Kellermeister Kevin Judd einen völlig neuartigen Sauvignon-blanc-Stil. Cloudy Bay hieß der Wein, der die internationale Weinwelt begeisterte und zu einem Boom im neuseeländischen Weinbau führte, der bis heute anhält.

Experimente, Nachhaltigkeit und biologischer Anbau

Dabei profitierten die Weinmacher davon, dass sie weitgehende Freiheiten hatten, vorausgesetzt, sie arbeiteten nachhaltig. Als Inselstaat hat Neuseeland früh auf Nachhaltigkeitsgesetze gedrungen und sie in allen gewerblichen Bereichen durchgesetzt. Jeder Wein, der das Land verlässt, trägt ein entsprechendes Zertifikat und wird auch qualitativ rigoros überprüft. So konnte sich Neuseeland schnell einen Namen mit Weinen machen, die durchgängig Premium-Qualität besitzen. Während die Weine in der ersten Phase vor allem mit blitzsauberer Kellertechnik punkteten und die Betriebe wichtige Erfahrungen sammeln mussten –

schließlich mussten sie praktisch alle bei Null anfangen – entstehen auf den beiden großen Hauptinseln längst Charakterweine, bei denen sich vor allem der Pinot Noir einen exzellenten Ruf erworben hat. Nachdem das Nachhaltigkeits­pro­gramm fest im Weinbau verankert war, wird nun in einem nächsten Schritt der biologische Anbau gefördert. Man konnte dabei auf Erfahrungen bis in die frühen 1980er zurückgreifen, als sich die ersten Weingüter mit biologischem und biodynamischem Weinbau befassten. In wenigen Jahren soll der ökologische und biodynamische Anbau schon 20 % der Gesamt­fläche erreichen. Damit wäre man auch auf diesem Feld weltweit Vorreiter.

Optimale klimatische und geologische Voraussetzungen

Als Weinbauland hat Neuseeland so gute Voraussetzungen wie kaum ein anderes Land. Die Böden sind von großer Vielfalt; denn die Gebirgsmassive und Gletscher haben über Jahrmillionen hinweg mineralreiches Gestein in die Ebenen geschwemmt. Die Anbaugebiete von Auckland im Norden bis Central Otago im Süden sind stark vom pazifischen Klima geprägt. In Neuseeland entstehen vor allem Cool-Climate-Weine. Während die Anbaugebiete auf der Nordinsel rund um Auckland (Kumeu), Gisborne und Hawke’s Bay (Craggy Range, Trinitiy Hill, Elephant Hill) für Chardonnay, Syrah und Bordeaux-Cuvées bekannt sind, findet man in Wairarapa rund um Martinborough und Gladstone (Johner Estates) einige der besten Pinot Noirs, die im Landesvergleich mit denen aus Central Otago Felton Road, Quartz Reef konkurrieren. Während Marlborough fast als Synonym für einen tropisch fruchtigen und gleichzeitig grasigen Sauvignon blanc (Cloudy Bay, Dog Point, Seresin und viele andere) steht, setzt man im benachbarten Nelson neben Sauvignon vor allem auf aromatische Sorten wie Riesling, Veltliner, Grauburgunder und Traminer, doch auch Chardonnay und Pinot werden hervorragend. Canterbury, etwas oberhalb von Christchurch gelegen, etabliert sich zunehmend als weiteres Anbaugebiet für außergewöhnlich guten Chardonnay und Pinot.

Dynamik pur

Neuseeland hat sich zum aktuell vielleicht dynamischsten Weinbauland entwickelt. Das Knowhow ist hoch, der Austausch innerhalb der Weinszene beispielhaft und war Vorbild für viele deutsche Winzer, die im Rahmen ihres Oenologiestudiums Zeit in Neuseeland verbracht haben. Während der Weinbau zunächst in den fruchtbaren Ebenen begann, liegen die besten Lagen heute in den Hügeln rund um die wichtigsten Anbaugebiete. Neben dem Marlborough Sauvignon blanc entwickeln sich weitere markante Stile wie der Central Otago Pinot Noir oder der Syrah aus Hawke’s Bay. Und auch der Chardonnay scheut keine internationalen Vergleiche.