Wer die neuesten, ambitionierten Weine Südafrikas probiert, dürfte durchaus begeistert sein.

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leicht & frisch

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Südafrika, Overberg, Bot River, Luddite
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Südafrika, Overberg, Bot River, Luddite
Rotwein

pikant & würzig

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Südafrika, Robertson, Springfield Estate
Weißwein

leicht & frisch

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Südafrika, Robertson, Springfield Estate
Weißwein

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Südafrika, Robertson, Springfield Estate
Weißwein

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Südafrika, Robertson, Springfield Estate
Rotwein

voluminös & kräftig

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Südafrika, Robertson, Springfield Estate
Rotwein

tanninreich

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Südafrika, Robertson, Springfield Estate
Rotwein

voluminös & kräftig

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Südafrika, Overberg, The Drift
Rosé

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Südafrika, Overberg, The Drift
Rotwein

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Südafrika, Overberg, The Drift
Rotwein

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Weinland Südafrika

Ursprünglich war Kapstadt lediglich eine Zwischenstation auf dem Handelsweg nach Indien. Da man für die Weiterreise Wein benötigte, wurden Ende des 17. Jahrhunderts die ersten Rebstöcke gepflanzt. Wenige Jahrzehnte später wurde bereits süßer Wein aus Groot Constantia nach Europa exportiert. Der eigentliche Erfolg des südafrikanischen Weinbaus kam jedoch erst nach dem Ende der Apartheid.

Worin liegt die Stärke Südafrikas?

Die Weltklasse will sich trotz des Potenzials einfach nur langsam einstellen. Stellenbosch, Paarl und Franchhoek und Constantia, alle Weingebiete waren mal auf dem großen Sprung nach oben, alle stürzten wieder zurück ins anständige Mittelmaß. Das östlichere, meeresnahe Robertson in der trockenen Halbwüste Klein-Karoo, einer Oase mit großartiger unterirdischer Wasserversorgung, hatte erst niemand so richtig auf dem Schirm, und doch stellte dieses Gebiet sich immer mehr als hervor­ragend heraus. Nein, Weltklasse gibt es hier nicht, aber ungeheuer gute Sauvignon Blancs und Chardonnays, die besten des ganzen Landes, mit atemberaubend gutem Preis-Qualitäts-Verhältnis. Aber erst die neuen Stars des Western Cape bringen Südafrika mit Chenin Blanc und Syrah so langsam ins Oberhaus.

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Zulieferer der niederländischen Ostindien-Kompanie

Es ist ein besonderes, vielleicht unvergessliches Erlebnis, wenn man Kapstadt vom Wasser aus erreicht. Die Schönheit der Bucht mit dem darüber thronenden Tafelberg dürfte gerade jene in Begeisterung versetzt haben, die den langen Seeweg von Europa aus per Segelschiff gemeistert hatten. Im 17. und 18. Jahrhundert war Kapstadt der Zwischenstopp auf der Handelsroute nach Indien, und die Niederländer hatten den Ort gegründet, um die Vielzahl der Schiffe der Ostindien-Kompanie versorgen zu können. Damals waren Wein und andere alkoholische Getränke ein wichtiger Bestandteil der Ausrüstung; denn man konnte mit ihnen das Wasser haltbarer machen. Kapstadt wuchs schnell und mit der Stadt auch der Weinbau. Zunächst war es der Niederländer Jan van Riebeeck, später waren es deutsche und fran­zösische Weinbauern, die Know-how einbrachten und die geeigneten Sorten für den Weinbau wählten. Vom deutschen Engagement zeugen bis heute Weingutsnamen wie Kleine Zalze oder Nederburg. Frazaosen haben sich damals vor allem in der Region angesiedelt, die in der Sprache der Buren Franschhoek (Frazaosenwinkel) heißt.

Erstarrung und Neubeginn nach der Apartheid

Die Bemühungen, eine international anerkannte Weinbauregion zu werden, wurden im 19. Jahr­hundert durch die Reblaus zunichte gemacht, die kurz nach Europa auch Südafrika erreichte. Auf Dauer noch verheerender als die Phylloxera war allerdings die Rassentrennung, die 1910 eingeführt wurde und nicht nur großes Leid und Unrecht brachte, sondern das Land und damit auch den Weinbau in eine lange Phase der Stagnation versetzte. Dies änderte sich erst Anfang der 1990er Jahre. Nach dem Ende der Apartheid und den Sanktionen gegen Südafrika investierten zunächst die alteingesessenen Weingüter wie Meerlust, Buitenverwachting, Kanonkop oder Allesverloren.

Seitdem war Südafrika wieder auf dem Weg zu höheren Standards, hat viel beachtete Weine hervorgebracht, aber nie so recht den Durchbruch geschafft. Seit einigen Jahren jedoch kann man einen Generationswechsel und die damit verbundenen Innovationen beobachten.

Weinbau am Western Cape

Der Weinbau in Südafrika findet überwiegend rund um Kapstadt statt. Das traditionsreichste Gebiet ist die Region Western Cape mit den Distrikten Stellenbosch, Swartland, Paarl, Franschhoek und Constantia. Doch die neue Generation in den südafrikanischen Weingütern ist auf der Suche nach alternativen, vor allem kühleren Zonen, die meist hoch in den Bergen oder nahe am Meer liegen und bevorzugt über alte Buschreben verfügen. So rücken neue Weinbauregionen stärker in den Fokus, beispielsweise Elgin, das an der Südküste liegt, oder Hemel-en-Aarde an der Walker Bay. Waren es früher vor allem Bordeaux-Cuvées, Sauvignon blanc, Chenin blanc und Südafrikas eigene Rebsorte Pinotage, die exportiert wurden, rücken derzeit immer mehr Rhône-Sorten in den Vordergrund, allen voran Syrah, aber auch Grenache und Cinsault. Neben alten Chenin-Reben wird auch das Potential der Rebsorte Sémillon immer stärker genutzt. Die Stars dieser Szene heißen Sadie, Alheit, Mullineux, Badenhorst oder Porseleinberg, die begeisternde Weine aus alten Reben zaubern. Doch auch alteingesessene Weingüter wie die von Paul Cluver oder Hamilton Russell wissen das kühle Klima zu nutzen.

Wo geht es hin?

Während Neuseeland sich einen Namen mit Sauvignon Blanc gemacht hat, Argentinien mit Malbec und Chile mit Carménère, fehlte Südafrika bisher der entscheidende, unverwechselbare Stil. Doch vielleicht sind die jungen, ungebundenen Weingüter des Western Cape mit ihren Chenin Blanc und Syrah auf dem richtigen Weg. Im obersten Preissegment jedenfalls versucht man die bisher klaffende Lücke zu schließen. Diese Leuchttürme scheinen immer auch auf die Weine, die sich sonst im Schtten befinden. Wer die neuesten, ambitionierten Weine Südafrikas probiert, dürfte durchaus begeistert sein, und man kann nur hoffen, dass sich das herumspricht.