Wer die neuesten, ambitionierten Weine Südafrikas probiert, dürfte durchaus begeistert sein.

Springfield Estate

Robertson

e

Sauvignon blanc 100%

z

leicht & frisch
frische Säure

a

Lobenberg 92+ / 100

t

Trinkreif: 2020–2025

Sauvignon Blanc Life from Stone 2019
  • 12,90 €

Springfield Estate

Robertson

e

Chardonnay 100%

z

voll & rund
mineralisch
frische Säure

a

Lobenberg 93+ / 100

t

Trinkreif: 2021–2029

Wild Yeast Chardonnay 2018
  • 14,50 €

Reyneke

Stellenbosch

e

Chenin Blanc 100%

a

Lobenberg 91+ / 100

t

Trinkreif: 2020–2028

Organic - Chenin Blanc 2019
  • 9,95 €

Reyneke

Stellenbosch

e

Sauvignon blanc 100%

a

Lobenberg 92–93+ / 100

t

Trinkreif: 2020–2026

Biodynamic - Sauvignon Blanc 2018
  • 16,60 €

Reyneke

Stellenbosch

e

Sauvignon blanc 100%

a

Lobenberg 95 / 100

t

Trinkreif: 2020–2032

Reserve White 2017
  • 27,95 €

Reyneke

Stellenbosch

e

Cuvée

a

Lobenberg 90 / 100

t

Trinkreif: 2020–2028

Organic - Sauvignon Blanc Semillon 2019
  • 9,50 €

Reyneke

Stellenbosch

e

Cuvée

a

Lobenberg 93+ / 100

t

Trinkreif: 2020–2033

Cornerstone 2016
  • 19,90 €

Reyneke

Stellenbosch

e

Syrah 100%

a

Lobenberg 94+ / 100

t

Trinkreif: 2020–2030

Biodynamic - Syrah 2017
  • 19,50 €

Reyneke

Stellenbosch

e

Cuvée

a

Lobenberg 92 / 100

t

Trinkreif: 2020–2031

Organic -  Cabernet Sauvignon Merlot 2018
  • 9,95 €

Le Riche

Stellenbosch

e

Cuvée

a

Lobenberg 93+ / 100

t

Trinkreif: 2018–2032

Richesse 2015
  • 14,40 €

Springfield Estate

Robertson

e

Cabernet Sauvignon 100%

z

voluminös & kräftig
tanninreich
fruchtbetont

a

Lobenberg 92–93 / 100

t

Trinkreif: 2019–2027

Whole Berry Cabernet Sauvignon 2017
  • 16,50 €

Reyneke

Stellenbosch

e

Cuvée

a

Lobenberg 92 / 100

t

Trinkreif: 2020–2028

Organic - Shiraz Cabernet Sauvignon 2018
  • 9,95 €
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Weinland Südafrika

Ursprünglich war Kapstadt lediglich eine Zwischenstation auf dem Handelsweg nach Indien. Da man für die Weiterreise Wein benötigte, wurden Ende des 17. Jahrhunderts die ersten Rebstöcke gepflanzt. Wenige Jahrzehnte später wurde bereits süßer Wein aus Groot Constantia nach Europa exportiert. Der eigentliche Erfolg des südafrikanischen Weinbaus kam jedoch erst nach dem Ende der Apartheid.

Worin liegt die Stärke Südafrikas?

Die Weltklasse will sich trotz des Potenzials einfach nur langsam einstellen. Stellenbosch, Paarl und Franchhoek und Constantia, alle Weingebiete waren mal auf dem großen Sprung nach oben, alle stürzten wieder zurück ins anständige Mittelmaß. Das östlichere, meeresnahe Robertson in der trockenen Halbwüste Klein-Karoo, einer Oase mit großartiger unterirdischer Wasserversorgung, hatte erst niemand so richtig auf dem Schirm, und doch stellte dieses Gebiet sich immer mehr als hervor­ragend heraus. Nein, Weltklasse gibt es hier nicht, aber ungeheuer gute Sauvignon Blancs und Chardonnays, die besten des ganzen Landes, mit atemberaubend gutem Preis-Qualitäts-Verhältnis. Aber erst die neuen Stars des Western Cape bringen Südafrika mit Chenin Blanc und Syrah so langsam ins Oberhaus.

Südafrika GUTE WEINE Blog

Hemelrand Vine Garden

Alheit – Hemelrand Vine Garden

Unser Autor Balazs Csorvasi entdeckt die „neue Welt“ für sich, stolpert über diesen Begriff ist aber erstaunlicherweise schon nach dem ersten Schluck sehr zufrieden. weiterlesen

Zulieferer der niederländischen Ostindien-Kompanie

Es ist ein besonderes, vielleicht unvergessliches Erlebnis, wenn man Kapstadt vom Wasser aus erreicht. Die Schönheit der Bucht mit dem darüber thronenden Tafelberg dürfte gerade jene in Begeisterung versetzt haben, die den langen Seeweg von Europa aus per Segelschiff gemeistert hatten. Im 17. und 18. Jahrhundert war Kapstadt der Zwischenstopp auf der Handelsroute nach Indien, und die Niederländer hatten den Ort gegründet, um die Vielzahl der Schiffe der Ostindien-Kompanie versorgen zu können. Damals waren Wein und andere alkoholische Getränke ein wichtiger Bestandteil der Ausrüstung; denn man konnte mit ihnen das Wasser haltbarer machen. Kapstadt wuchs schnell und mit der Stadt auch der Weinbau. Zunächst war es der Niederländer Jan van Riebeeck, später waren es deutsche und fran­zösische Weinbauern, die Know-how einbrachten und die geeigneten Sorten für den Weinbau wählten. Vom deutschen Engagement zeugen bis heute Weingutsnamen wie Kleine Zalze oder Nederburg. Frazaosen haben sich damals vor allem in der Region angesiedelt, die in der Sprache der Buren Franschhoek (Frazaosenwinkel) heißt.

Erstarrung und Neubeginn nach der Apartheid

Die Bemühungen, eine international anerkannte Weinbauregion zu werden, wurden im 19. Jahr­hundert durch die Reblaus zunichte gemacht, die kurz nach Europa auch Südafrika erreichte. Auf Dauer noch verheerender als die Phylloxera war allerdings die Rassentrennung, die 1910 eingeführt wurde und nicht nur großes Leid und Unrecht brachte, sondern das Land und damit auch den Weinbau in eine lange Phase der Stagnation versetzte. Dies änderte sich erst Anfang der 1990er Jahre. Nach dem Ende der Apartheid und den Sanktionen gegen Südafrika investierten zunächst die alteingesessenen Weingüter wie Meerlust, Buitenverwachting, Kanonkop oder Allesverloren.

Seitdem war Südafrika wieder auf dem Weg zu höheren Standards, hat viel beachtete Weine hervorgebracht, aber nie so recht den Durchbruch geschafft. Seit einigen Jahren jedoch kann man einen Generations­wechsel und die damit verbun­denen Innovationen beobachten.

Weinbau am Western Cape

Der Weinbau in Süd­afrika findet überwiegend rund um Kapstadt statt. Das traditions­reichste Gebiet ist die Region Western Cape mit den Distrikten Stellenbosch, Swartland, Paarl, Franschhoek und Constantia. Doch die neue Generation in den südafrika­nischen Wein­gütern ist auf der Suche nach alterna­tiven, vor allem kühleren Zonen, die meist hoch in den Bergen oder nahe am Meer liegen und bevor­zugt über alte Buschreben verfügen. So rücken neue Wein­bau­regionen stärker in den Fokus, beispiels­weise Elgin, das an der Süd­küste liegt, oder Hemel-en-Aarde an der Walker Bay. Waren es früher vor allem Bordeaux-Cuvées, Sauvignon blanc, Chenin blanc und Süd­afrikas eigene Rebsorte Pinotage, die expor­tiert wurden, rücken derzeit immer mehr Rhône-Sorten in den Vorder­grund, allen voran Syrah, aber auch Grenache und Cinsault. Neben alten Chenin-Reben wird auch das Potential der Reb­sorte Sémillon immer stärker genutzt. Die Stars dieser Szene heißen Sadie, Alheit, Mullineux, Badenhorst oder Porseleinberg, die begeis­ternde Weine aus alten Reben zaubern. Doch auch altein­gesessene Wein­güter wie die von Paul Cluver oder Hamilton Russell wissen das kühle Klima zu nutzen.

Wo geht es hin?

Während Neuseeland sich einen Namen mit Sauvignon Blanc gemacht hat, Argentinien mit Malbec und Chile mit Carménère, fehlte Süd­afrika bisher der entscheidende, unverwechsel­bare Stil. Doch vielleicht sind die jungen, ungebundenen Weingüter des Western Cape mit ihren Chenin Blanc und Syrah auf dem richtigen Weg. Im obersten Preissegment jedenfalls versucht man die bisher klaffende Lücke zu schließen. Diese Leucht­türme scheinen immer auch auf die Weine, die sich sonst im Schatten befinden. Wer die neuesten, ambitio­nierten Weine Süd­afrikas probiert, dürfte durchaus begeistert sein, und man kann nur hoffen, dass sich das herum­spricht.