Im Portrait

Van Loggerenberg

Van Loggerenberg steht im Keller und probiert Wein

Lukas hat klassisch Önologie am Elsenburg-College studiert, den Großteil seiner heutigen Kenntnis und Philosophie aber hat er erst in zwei Saisons an den US amerikanischen Finger Lakes und ab 2015 im Loiretal erworben. Dort wurde er auch mit dem Virus Chenin Blanc und Cabernet-Franc infiziert. Und auch das Frische-Gen brachte er aus Frankreich mit. Nach diesem Aufenthalt beschloss er, nicht weiter für andere Weingüter am Kap zu arbeiten und sich selbstständig zu machen. Er hatte über Jahre ein so ergiebiges Netzwerk gesponnen, dass er ganz ohne eigene Weinberge die beste Frucht und schönsten Ernteergebnisse kaufen oder aber vorzüglich Weinberge pachten konnte, da steht er durchaus in einer Reihe mit qualitativ ganz großen Erzeugern.

Möglichst biologisch erzeugte Trauben, Lukas fermentiert nur spontan und benutzt auch vor der Füllung keinerlei Schwefel. Die Trauben stammen überwiegend aus Stellenbosch und Paarl, aber ein Teil des Chenin Blanc stammt auch aus dem nordwestlichen Swartland. Das Ergebnis ist ziemlich unique, kein mir bekannter Erzeuger Südafrikas erzeugt Weine mit so grandioser Balance und Frische und zugleich niedrigem Alkohol. Beim Chardonnay und Merlot bleibt einem glatt die Spucke weg vor Verblüffung, so hat man diese Rebsorten noch nie erlebt. Chenin Blanc und Cabernet Franc widerspiegeln würziges Cool Climate, selbst der große Syrah gehört stylistisch eher zu den Hochlagen der Nordrhone. Lukas van Loggerenberg wurde vom Wein-Guru John Platter mit 4,5 von 5 Sternen geehrt, 2018 wurde er Südafrikas Winzer des Jahres. Es gibt jährlich nur 40 Tausend Flaschen, da muss man sich schon arg ranhalten etwas zu bekommen.