Schäfer Fröhlich

Eine lange Fami­lien­tradi­tion

Die beiden Weingüter von Vater und Mutter wurden durch deren Heirat zusammengefügt und damit der Grundstein für diese eindrückliche Erfolgsgeschichte gelegt. Mit der Heirat entstand auch der heutige Name des Weinguts: Schäfer-Fröhlich. Mittlerweile werden gut 20 ha Weinberge bewirtschaftet, dabei können die Fröhlichs auf das seltene Privileg verweisen gleich in sechs der besten Lagen an der Nahe Parzellen zu besitzen, auch ein Ergebnis der Vermählung der ursprünglichen Weingüter. Alle Weinberge haben eine Gemeinsamkeit: Sie stehen in Steillage auf sehr kargem, felsigem Gestein. Da wo andere aufhören wollen zu arbeiten wird es für ihn überhaupt erst interessant.

Extreme Lagen – je steiler und steiniger desto besser!

Weinberg Schäfer Fröhlich

Spitzenlagen der Nahe im Alleinbesitz

Die wichtigsten Lagen der Familie sind Stromberg und allen voran Felseneck – beide Weinberge befinden sich quasi in Alleinbesitz. Der Stromberg gehört schon seit seinem ersten Jahrgang zu seinen besten Lagen für trockene Spitzenrieslinge.

Doch die Großen Gewächse aus dem Felseneck sind DAS Sinnbild und die weingewordene Identität von Schäfer-Fröhlich.

Mit dem trockenen Felseneck wurden die ersten wichtigen Erfolge eingefahren, aber auch die Felseneck Spätlese Goldkapsel ist unter wahren Connaisseuren ein Geheimtipp. Sie gehört immer zu den besten Spätlesen Deutschlands, wobei sie stets sehr straff und wild daherkommt. Tim Fröhlich schafft hier den perfekten Puffer zur natürlichen Fruchtigkeit einer Spätlese. Wild sind Tims Weine immer noch. Sein Rezept für Spitzenwein scheint ziemlich simpel: fleißige Handarbeit in allerbesten Weinbergen und Spontanvergärung im Edelstahl, um den Lagencharakter der einzelnen Weine möglichst genau herauszuarbeiten. Die Qualität seiner Weine gibt ihm Recht, trotz oder eher gerade wegen ihrer Wildheit, versprechen seine Weine immer etwas mehr als beim ersten Probieren zu erschmecken ist. Wobei der wilde Aspekt und die reduktive Art sich von Jahrgang zu Jahrgang unterscheiden. Alle haben aber eins gemeinsam: man braucht Geduld, um sich das volle Potenzial von Tims Weinen zu erschließen – mal mehr, mal weniger. Alle Lagen werden dabei aber extrem gut herausgearbeitet, die Unterschiede kann man ganz deutlich herausschmecken. Eine Leistung, die – wenn man nur spontane Gärung mit Umgebungshefen zulässt – nicht hoch genug einzuschätzen ist. Jeder kleinste Fehler kann zu unausgewogenen Weinen führen. Nur wer im Weinberg nahezu perfekt arbeitet, kann derart mit seinen Trauben verfahren.

Ein völlig einzigartiger Weinstil

Der Schäfer-Fröhlich-Stil stand schon oft in der Kritik. Einigen Verkostern waren die Weine zu wild, man könnte auch zu ursprünglich formulieren. Er ist seinem Stil aber immer treu geblieben, hat nie Kompromisse gemacht, um sich dem Zeitgeist oder vermeintlicher Konsumentenbedürfnisse anzupassen. Seine interpretation der Arbeit eines Winzers ist stark von seinen Kindheitserlebnissen auf dem Weingut geprägt.

Tim Fröhlich liebt und lebt den Beruf des Winzers leidenschaftlich.

Und vielleicht nur hier kann man die Leidenschaft, die im fertigen Produkt steckt bis in seine letzten Nuancen nachschmecken. Genau diese Arbeit und Faszination wird bei Schäfer-Fröhlich erlebbar. Wer sich an diese Weine heran traut und sich länger mit ihnen befasst, wird mit atemberaubenden Erlebnissen voller Finesse, Terroir und Eleganz belohnt.