Im Portrait

Ferraton Père et Fils

Diese Hilfe und der biologische Erfahrungshorizont der Chapoutiers erleichterte die Umstrukturierung der Weinberge auf biodynamischen Anbau für die Einzellagen-Selektionen und die Verbesserung der Qualitätskontrollen. Dank Verzicht auf jegliche Chemikalien schützt die Biodynamik die Natur und das Terroir kommt in den Weinen besser zum Ausdruck. Anfang 2004, entschied Samuel einen neuen Önologen einzustellen. Seine Wahl fiel auf Gregory Viennois, zu diesem Zeitpunkt noch Mitarbeiter und Weggefährte von Stephane Derenoncourt, dem bekannten Weinberater aus Bordeaux. Klar, ein Biodynamiker! Bereits der erste Jahrgang, der bei Ferraton unter Gregorys Aufsicht produziert wurde, ist phänomenal. Die Ertragsbegrenzung rutschte bei allen Hermitage-Weinen auf unter 10 Hektoliter pro Hektar, die anderen Lagen bringen es auch nicht auf über 20 Hektoliter pro Hektar. Anfangs war man bei Ferraton ob der geringen Mengen noch geschockt. Nachdem man die Weine verkostet hatte, änderte sich die Stimmung schlagartig und Gregory Viennois wurde hochgelobt in den Olymp der Weinmacher. 2011 folgte ihm der nicht minder begabte und hoch angesehene Weinmacher Damien Brisset, der bei Château Latour und Cheval Blanc die ersten Achtungserfolge erzielte. Ferraton ist mit wenigen Ausnahmen (Chave, Guigal, Chapoutier, Voge, Ogier, Tardieu) heute sicher das interessanteste und qualitativ hochwertigste Weingut der Nordrhone.