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Im Portrait 

La Ca Nova

La Ca Növa Weingut Italien

Marco und Ivano sind bereits die dritte Winzer-Generation der Familie Rocca. Bevor ihr Großvater Dario Rocca sich dazu entschloss, seinen eigenen Wein herzustellen und ihn zu vermarkten, wurde lediglich ein wenig Wein für den Eigenbedarf produziert und die Trauben aus den Weinbergen der Familie an das Weingut Prunotto verkauft. Damals war Prunotto unter der Leitung des legendären Beppe Colla und gehörte bereits zu den angesehensten Weingütern der Region. Dario Rocca brachte den ersten Barbaresco unter seinem Namen 1972 in den Verkauf. »La Ca’Nova« ist der Name des Wohnhauses sowie des Weinguts und »Rocca« der Nachname der Familie.

La Ca Növa Weingut Italien

Marco und Ivano sind beide bescheidene und bodenständige Winzer, die das Rad nicht neu erfinden möchten. Seitdem Marco 1996 und Ivano 1998 ihr Önologiestudium in Alba abschlossen und ins elterliche Weingut zurückkehrten ist ihr Hauptziel, Jahr um Jahr die bestmögliche Qualität aus ihren Lagen herauszukitzeln und somit das Terroir sprechen zu lassen. Die beiden blieben so lange weitgehend unbeachtet, weil sie sich voll und ganz auf das Winzerhandwerk konzentrieren, und der Verkauf ihrer Weine erfolgte quasi automatisch, da sich die Qualität unter den ortsansässigen Kunden herum sprach.

La Ca’ Nova is, in my view, the single most under the radar estate in Barbaresco.

– Antonio Galloni

Im Gegensatz zu vielen Familienweingütern, in denen Aufgaben nach Personen getrennt ausgeführt werden und meist einer die Weinberge verantwortet, der andere den Keller, teilen sich Marco und Ivano ihre Arbeit auf. Alles, was gemacht werden muss, tun sie gemeinsam. 

Ihre Weine sind 100 Prozent bio, ohne Zertifizierung. Bereits ihr Vater verzichtete komplett auf Chemie in Weinberg und Keller. Lediglich auch für den biologischen Anbau erlaubter Kupfer und Schwefel werden verwendet. Ansonsten werden die 14,5 Hektar Weinberge, die hauptsächlich in recht steilen Hanglagen stehen, in harter und penibelster Handarbeit gehegt und gepflegt.

La Ca Növa alte Weinflaschen

Die Lagen der Rocca-Brüder sind nun in einem guten Alter, und das zeigte sich in den letzten Jahren mehr und mehr durch die immer größer werdende Konzentration und Intensität der Weine. Insgesamt elf Hektar sind mit Nebbiolo bepflanzt, der Rest mit Barbera und Dolcetto. Aus den 25-30 Jahre alten Reben wird der Orts-Barbaresco gemacht, der den Großteil der circa 70.000 produzierten Flaschen des Weinguts ausmacht.

Die Diamanten in der Krone des Weinguts sind die beiden Cru-Lagen Montefico und Montestefano.

Die benachbarten Lagen unterscheiden sich hauptsächlich durch ihre Bodenbeschaffenheit. In der 2,3 Hektar-Parzelle Montefico stehen die ungefähr 40 Jahre alten Reben auf 270 bis 300 Höhenmetern, also fast bis zur Hügelkuppe hinauf. Der Boden besteht hauptsächlich aus Kalkstein und kalkhaltigem Lehm.

Die Reben sind genauso wie in der Zwei-Hektar großen Parzelle Montestefano, der Toplage des Weinguts, in perfekter Süd- und Südwestexposition. Hier stehen die 45 bis 60 Jahre alten Reben auf circa 260 bis 280 Höhenmetern, also in der perfekt gelegenen und ausgerichteten Hangmitte, auf noch mineralischerem und noch kalkreicherem Boden.

La Ca Növa Weinflaschen

Im Gegensatz zur arbeitsintensiven Herangehensweise im Weinberg arbeiten die Brüder im Keller eher hands-off und traditionell. Die Weine werden in großen 3.000 Liter Eichen-Botti ausgebaut. Je nach Jahrgang reift der Barbaresco hier 16 bis 17 Monate und die Einzellagen 18 bis 20 Monate. Bevor sie auf den Markt kommen geben Marco und Ivano ihren Weinen mindestens weitere sechs Monate Flaschenreife.

In Summe sind die Weine von La Ca’Nova Rocca traditionell gemachte und solide Barbaresco, die es in dieser Qualität kein zweites Mal zu solch einem fairen Preis gibt. Vor allem die Einzellagenweine sind unschlagbar und spielen in einer anderen Qualitätsliga als ihr Preis suggeriert – sie sind für jeden Nebbiolo Fan eine Entdeckung wert.

Aktuelles

Neueste Jahrgangsberichte

La Ca Nova Winzer Portrait

Das Weingut La Ca Nova ist unsere Piemonteser Neuentdeckung des Jahrgangs 2020. Die Weine erzählen präzise von ihrer Herkunft, direkt vor dem Ortseingang in Barbaresco. Der bescheidene, sonnige Marco Rocca ist Winzer in dritter Generation. Zusammen mit seinem Bruder Mario bearbeitet er 14,5 Hektar Reben, allesamt in Barbaresco. Darunter sind auch die beiden benachbarten Cru-Lagen Montestefano und Monteficco, die ungefähr ein Drittel der gesamten Produktion des Weinguts ausmachen. Wir probieren den Langhe Nebbiolo 2021 sowie die Barbaresco 2020, Montestefano 2020 und Monteficco 2020. Der Montestefano hebt sich durch seine Extraklasse und Komplexität ab, aber allesamt beeindrucken die Weine durch ihre fantastische Zugänglichkeit und Typizität. Das Preis-Genuss-Verhältnis könnte nicht besser sein, und somit sind die Weine der perfekte Einstieg in die Welt der charmanten Nebbiolo aus Barbaresco.