Im Portrait

Thomas Studach

Thomas Studach Weinkeller mit Holzfässern

Neben meinen Freunden, den Gantenbeins, und dem Newcomer Thomas Mattmann kann ich nun (last not least) den dritten Winzer aus dieser Reihe präsentieren: Thomas Studach. In der Nachbarschaft zur Familie Gantenbein aus Fläsch (Malans ist nur zwei Dörfer weiter am gleichen Südhang) produziert dieser Ausnahmekünstler auf seinem winzigen drei Hektar kleinen Weingut fantastische Weine. Die Erfolgsgeschichte begann 1988 als er die Reben in Malans von seinem Großvater und Vater übernahm. Mangels Geld arbeitete der an schweizer Weinbauschulen ausgebildete Winzer und Önologe parallel für andere Weingüter, die eigenen Weinberge musste er nach Feierabend bearbeiten. Seit 1998 produziert er hauptberuflich nur seine eigenen Weine. Und zwar nach strikt qualitätsbezogenen Kriterien und extrem naturnah.

Die Geduld wird mit ganz großem Kino Schweizer Weinkunst belohnt.

Wie sein Gönner, Freund, Ratgeber und Vorbild Daniel Gantenbein nur Chardonnay und Pinot Noir, die seit dem zu den besten der Herrschaft gehören. Die rigorose Beschränkung der Erträge und der 11–12 monatige Ausbau in neuen Barriques (+4 Monate Flaschenreife) machen diese ultrararen Weine zu Aushängeschildern der Region. Den Vergleich zu den Gantenbeins muss Thomas Studach nicht scheuen, er liegt nicht sehr weit dahinter und ist für mich die klare Nummer zwei der schweizer Pinots, auch er erzeugt Weine von immenser Tiefe, Komplexität und Langlebigkeit. Das große Potenzial der Weine erschloss sich mir in der ersten Probe sofort. Meine Empfehlung lautet bei Gantenbeins wie auch bei Studachs großen Weinen: entweder jung in der Fruchtphase genießen oder sich die Zeit zu nehmen und acht Jahre oder mehr warten. Die Geduld wird mit ganz großem Kino Schweizer Weinkunst belohnt. Der Wermuthstropfen? Fast noch rarer als Daniel und Martha Gantenbeins Weine! Nur 12.000 Flaschen Gesamtmenge!