Nach zehn Jahren zog es ihn nach Bordeaux, Chile, Argentinien, Kalifornien und andere Regionen. Nach dieser grandiosen Aus- und Fortbildung stand sein Beschluss fest. Diego war schon in Navarra ein großer Anhänger trinkfreudiger, animierender Weine, und deshalb hat er auch zu Hause schon immer neidvoll auf die spannenden und kühleren Hochlagen der Rioja Alavesa geschielt, denn seine Familie hat ihr Rebland ja in der wärmeren Navarra und der Rioja Orientali. Die Suche nach Rebstöcken in den besten Lagen der baskischen Alavesa konnte losgehen. Laguardia und La Bastida waren das gelobte Land!
Die Alavesa und andere Hochlagen sind durch den Klimawandel heute sehr begehrt, die Zukunft der Rioja liegt ganz sicher hier. 2016 konnte Diego nach längerer Suche eine perfekte Parzelle mit purem Kalkstein in der Alavesa ergattern. Er füllt seit diesem ersten Tag die Weine unter dem Namen Anza ab. Seitdem sind noch einige kleine Parzellen in besten Lagen mit perfekten Terroirs hinzugekommen. Sogar im berühmten Mekka der Alavesa, Laguardia (wo Artadi, Oxer, Pujanza und Challao zu Hause sind) hat er einen grandios gelegenen Weinberg mit uralten Reben gefunden. Seine Rebfläche in der Rioja liegt aber noch immer unter 10 Hektar und ist damit noch überschaubar genug, um in aufwändiger Handarbeit alles selbst zu bewirtschaften. Diego spricht von seinen kleinen »Gärten«, die ältesten Parzellen werden manuell mit dem Pferdepflug bearbeitet. Viele der Buschreben sind alt, zwischen 50 und 100 Jahre. Natürlich ist Tempranillo hier die Dominante, aber in den alten Mischsätzen stehen auch Stöcke von Garnacha, Graciano, Mazuelo, Viura und Malvasia Riojana.
Die Vinifikation erfolgt für jede Parzelle einzeln. Nur spontane Gärung in alten, offenen Holzgärständern. Meist mit höheren Rappenanteilen zwischen 50 und 100 Prozent. Anschließend ruhen die Weine in gebrauchten Barriques und 500 Liter Fässern bis kurz vor der nächsten Ernte. Getreu dem Motto: Einfachheit ist die höchste Form der Vollendung, sind die Weine von Diego vor allem eines – besonders trinkfreudig. In ihrer floralen Verspieltheit und saftigen Frische bringen sie so viel Energie und Trinkspaß in einer verblüffenden Einfachheit mit sich, ohne dabei simpel zu sein. Tatsächlich gehörten seine 2018er zu den höchstbewerteten Weinen Spaniens und das trotz der Vielzahl an tradierten Spitzenbetrieben in der Rioja. Das steigerte sich von Jahr zu Jahr mit dem bisherigen Höhepunkt des genialen, eleganten 2024er Jahrgangs. Genau das was Diego immer gesucht hat. Bis heute geht es weiter nach oben, seine 2024er Weine sind eben der pure, unverfälschte Ausdruck herausragender Weinberge Laguardias und der Rioja Alavesa. Der saftige, elegante, kühle und präzise Stil von Magana zieht sich durch alle seine Weine wie ein roter Faden. Wenn der junge Senkrechtstarter innerhalb so kurzer Zeit bereits auf diesem atemberaubenden Niveau angekommen ist, wo soll seine Reise da noch hinführen? Es kann nur noch weiter nach oben gehen – wir sind sehr gespannt auf 2025 und 2026. Klar ist für uns, dass Diego sich mit Oxer, Challao, Pujanza und Artadi auf dem absoluten Peak Laguardias befindet und generell zur Top 10 der Alavesa gehört.


