Im Portrait

Luciano Sandrone

Weinkeller und Weinfässer Luciano Sandrone

Wer Luciano Sandrone leibhaftig sieht, würde wohl nicht glauben, dass als einer der dynamischen Erneuerer der Barolista gilt. Seine Weine gehören unbestritten zu den größten Baroli. Die Weinbergsbearbeitung geschieht bei Sandrone biologisch-organisch. Nicht zertifiziert, man will nicht auf der Biowelle schwimmen. Alle Baroli werden ausschließlich im 500 Liter Tonneau ausgebaut. Das Besondere bei Sandrone ist, dass schon nach ungefähr acht Tagen Kaltmazeration und dreiwöchiger Vergärung die Weine von den Schalen gezogen werden, andere Erzeuger geben gern nochmal ein bis zwei Wochen Schalenkontakt zu. Der Presswein wird nie zugegeben sondern als Fassware verkauft. Der Ausbau geschieht danach zu 20 % in neuem Tonneau aber zu 80 % in gebrauchtem, sodass die gewünschten oxidativen Effekte des Holzes zwar da sind, aber der geschmackliche Einfluss extrem gering ist. Sandrone hat erstmals mit dem Jahrgang 1999 angefangen ein Lager älterer Jahrgänge aufzubauen (Library) mit den drei Nebbiolos Valmagiore, Barolo Le Vigne und Barolo Cannubi. Diese Weine kommen sehr dosiert in kleinsten Mengen in den Verkauf, natürlich zu etwas höheren Preisen, die Abgabe erfolgt nur an ausgewählte Händler. Diese Weine tragen einen Spezialstempel von Sandrone, der dokumentiert, dass die Weine mindestens zehn Jahre bei Sandrone unter optimalen Bedingungen gelagert wurden. Luciano Sandrone und seine Tochter Barbara sind als Winzer inzwischen etablierter, dennoch kommen von hier immer noch die ambitioniertesten Weine des Piemont. Sandrone ist Burgund Grand Cru aus dem Piemont, ein größeres Kompliment gibt es nicht für Baroli!