Der Jahrgang 2025

Ein Jahr der Extreme!

Ihr fantastischer Trinkfluss und ihre Finesse verzaubern vom ersten Schluck an.

Michel Tardieu und sein Sohn Bastien haben als Edel-Negociants mit allerbesten Kontakten in allen Appellationen stets den absoluten Überblick, was ein Jahrgang an der Rhône hergibt. Bastien berichtet begeistert: »Alles begann mit einem milden und feuchten Winter, der die Böden perfekt mit Wasser sättigte – ein unschätzbar wertvolles Depot für die Reben. Das Frühjahr zeigte sich dann von seiner wechselhaften Seite: Reichliche Niederschläge alternierten mit plötzlichen Hitzeschüben. Sofort wurden in den Köpfen der Winzer die Erinnerungen an die dramatischen Jahrgänge 2018 und 2024 wach.

Doch die Erfahrung hat die Weinbauern reifen lassen: Dank der Lehren aus diesen beiden schwierigen Jahren gelang es ihnen mit akribischer Präzision, den enormen Pilzdruck im Zaum zu halten. So konnte dem Sommer erhobenen Hauptes und mit einer gewissen Gelassenheit entgegengeblickt werden, wenn man es bis dato nicht schleifen gelassen hatte.

Bastien Tardieu

Dann jedoch schlug der Sommer gnadenlos zu, und zwei gravierende Hitzewellen suchten das Rhônetal heim. Die erste Ende Juni, die zweite – noch unerbittlicher – Anfang August. Die Befürchtungen waren groß. Die Erträge brachen dramatisch ein, die Beeren schrumpften am Stock ein, die potenziellen Alkoholwerte schossen in astronomische Höhen, während die wichtige phenolische Reife auf sich warten ließ und stagnierte. Große Zweifel machten sich breit…

Sie konnten Trauben von herausragender Qualität einbringen … nur eben dramatisch wenig.

Doch wie so oft in diesen Tagen schenkte Mutter Natur den Winzern in letzter Sekunde Gnade. Anfang September brachte der lang ersehnte, erlösende Regen die Rettung: Er belebte die blockierten Reben und stieß das Tor zur phenolischen Reife wieder weit auf. Nun schlug die Stunde der Perfektionisten! Nur die Winzer, die die Geduld hatten zu warten, die bereit waren, rigideste Selektion zu betreiben und auf noch mehr Menge ihrer ohnehin winzigen Ernte zu verzichten, wurden belohnt. Sie konnten Trauben von herausragender Qualität einbringen – insbesondere im Süden der Rhône »… nur eben dramatisch wenig.«, resümieren die Tardieus.

Südrhône – Reif, aber niemals fett!

Der September war von relativ großzügigen Regenfällen geprägt, was den Trauben die nötige Zeit gab, ganz langsam ihre perfekte phenolische Reife zu erreichen. Leider gab es mancherorts rund um die Tagundnachtgleiche (Equinox) den berühmten einen Regenguss zu viel. Für Weinberge in den spät reifenden Lagen wurde die Situation im Hinblick auf die Traubengesundheit jetzt brenzlig. Hier mussten die Winzer blitzschnell reagieren und bei der Selektion mit äußerster Vorsicht und Akribie zu Werke gehen.

Auf Clos des papes

Das fantastische Fazit: Doch lassen Sie sich davon nicht täuschen – das nimmt diesem Jahrgang absolut nichts von seinem charmanten und unwiderstehlichen Charakter! Die Weine der südlichen Rhône präsentieren sich herrlich balanciert und saftig. Ihr fantastischer Trinkfluss und ihre Finesse verzaubern vom ersten Schluck an.

Auf Clos des Papes ist 2025 etwas konzentrierter und dichter als 2024, so Winzer Vincent Avril, obwohl 2024 bei ihm auch ein Jahrgang für lange Kellerreife war. Die Lese 2025 begann am 05. September und endete am 20. September für die letzten roten Trauben. Der Blanc wurde komplett am 01. September geerntet. Vincent Avril war selbst so geflasht, dass die Mourvèdre-Trauben aus 2025 die besten seiner gesamten Karriere waren. Er hat noch nie so schöne und grandiose Mourvèdre geerntet wie in diesem Jahrgang, berichtet er. 

… noch nie so schöne und grandiose Mourvèdre geerntet.

Der Weiße 2025er ist voluminös und cremig, von der Textur ein spürbar warmes, provenzalisches Jahr. Aromatisch ist der Clos des Papes 2025 aber schlanker und heller als viele andere Châteauneuf. Wir haben keine üppige Gelbfruchtigkeit, nichts Drückendes, sondern zitrische, saftige, salzige und blumige Aromen, die dominieren. Vincent Avril sieht die größte Kohärenz des 2025ers im 2019er Clos des Papes. Ein Traumwein! 

Saint Peray an der Nord-Rhône

Nordrhône – Die Renaissance der Frische und Eleganz

Im Norden zeigte sich Mutter Natur weitaus gnädiger. Die Niederschläge blieben deutlich moderater und wohldosierter. Das Resultat war ein Traum: Die phenolische und die physiologische Reife schritten perfekt Hand in Hand voran.

Das absolute Highlight für alle Eleganz-Liebhaber: Die Alkoholwerte übersteigen hier selten die 13 Grad Marke! Die daraus resultierenden Weine vereinen eine packende Dichte und eine fast schwindelerregende Frische mit einer messerscharfen Präzision. Sie scheinen ihr perfektes Gleichgewicht wie von selbst gefunden zu haben. Fast so, als hätte die Rebe nach all den dramatischen Unwägbarkeiten des Jahres am Ende ganz natürlich den Weg der puren Harmonie gewählt. 

Sie scheinen ihr perfektes Gleichgewicht wie von selbst gefunden zu haben.

Ferratons genialer Betriebsleiter Damien Brisset hat bereits Anfang August festgestellt, dass die Reife noch schneller voranschreitet als gedacht. Am Ende war 2025 fast so frühreifend wie 2003. Die Lese begann mit dem Saint-Joseph Les Oliviers Blanc bereits am 19. August und die Weißen wurden in den anschließenden Wochen ohne Pause durchgelesen, um nicht zu spät dran zu sein. Die Roten hat Damien noch etwas hängen lassen, um die einsetzenden Regenfälle Anfang September abzuwarten. Alles was vor dem Regen gelesen wurde, ist hyperkonzentriert und sehr fest gebaut, nach dem Regen gelesen waren die Trauben etwas eleganter, es gab mehr Saftausbeute, die Tannine sind etwas zarter ausgefallen. 

Ferraton

Es ist Damien Brissets 21. Jahrgang bei Ferraton, die Domaine kann von seiner riesigen Erfahrung profitieren, genau den richtigen Lesezeitpunkt in jeder Parzelle zu treffen. Und in den letzten Jahren wird er immer präziser. Er hat sein Team auf immer schnellere und fokussiertere Lesegänge eingestellt, teilweise wird 3 mal in derselben Parzelle gelesen, zu unterschiedlichen Zeitpunkten, um noch mehr Komplexität zu erreichen. Das ist der Schlüssel, wie man diese modernen Jahrgänge mit wirklicher Größe in den Keller bringt. Da trennt sich die Spreu vom Weizen. Nichtsdestotrotz reiht sich 2025 in die Reihe der heißen Blockbuster wie 2022, 2023, 2019 etc. ein. Es ist ein enorm konzentrierter, reicher Jahrgang, dem Damien Brisset eine erstaunliche Eleganz entlockt hat. 

Jacques Desvernois, Betriebsleiter von Jaboulet, resümiert:

In Hermitage ist 2025 ein herausragender Jahrgang, allerdings mit sehr geringen Erträgen aufgrund der Wetterbedingungen. Die Weißweine sind opulent und intensiv mit einer wunderschönen aromatischen Fülle. Die Rotweine sind tief in der Farbe, eher mild in der Säure und sehr tanninreich, mit einer würzigen Textur und perfekt ausgewogenen, die den Gaumen nicht ermüden. Wir können Spitzenweine erwarten, die dem Jahrgang 2010 in nichts nachstehen, der für seine bemerkenswerte Ausgewogenheit und sein Reifepotenzial bekannt ist.

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Weine in Subskription kaufen
– So funktioniert’s

Der Kauf eines Weines in Subskription ist im Grunde ein Warentermingeschäft: Sie bestellen heute z. B. den Jahrgang 2023 und bekommen diesen im Herbst 2026 ausgeliefert. In der Regel kommen gerade die raren Weine zwei Jahre später deutlich über dem Subskriptionspreis auf den Markt. Wenn Sie sich für Wein begeistern und die Entwicklungen in Frankreich, Spanien und Deutschland verfolgen, haben Sie als informierter Konsument so oft einen großen Preisvorteil – zumal Sie gerade rare Weine aus Bordeaux häufig nicht mehr bekommen, wenn diese abgefüllt auf den Markt gelangen. 

Sicherheit

Mit dem Kauf in Subskription stellen Sie sicher, dass Sie die Weine, die Sie begeistern, auch bekommen.

Preisvorteil

Weine in der Subskription sind zwischen 25 und 50 % günstiger bevor sie abgefüllt auf den Markt gelangen.

Bestätigung

Nach dem Kauf erhalten Sie eine schriftliche Bestätigung – der Wein liegt auf dem Château noch im Fass und Keller.

Auslieferung

Knapp 2 Jahre nach dem Kauf erfolgt die Auslieferung und die Freude über den gesicherten Genuss setzt ein.

Ergänzende Hinweise

Die Zahlung der Subskriptionsrechnung ist, ergänzend zu unseren AGB, unmittelbar und ohne Abzug fällig. Die Auslieferung erfolgt i. d. R. im Herbst des dritten Jahres auf den Weinjahrgang. 

Die Abgabe aller Subskriptionsweine in 0,75l-Flaschen erfolgt je nach Jahrgang in oder 6er- oder 12er-Original-Holzkisten. In vielen Fällen sind Bordeaux-Weine auch als Magnum (1,5l), seltener auch als Doppelmagnum (3,0l) oder sogar Imperial (6,0l) erhältlich. 

Alle erhältlichen Größen finden Sie immer direkt in unserem Shop. Wenn es einen Wein in abweichenden Formaten und Größen gibt, finden Sie auch immer unter dem Artikel mit dem Dropdown-Button »Andere Jahrgänge und Größen« die Möglichkeit das entsprechende Format auszuwählen:

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