Im Portrait

Domaine Stéphane Ogier

Weinkeller

Trotzdem ist jede einzelne Tätigkeit wohlüberlegt: So werden die Pflanzen veredelt, um die Erträge zu beschränken und die Qualität zu steigern, während die Pflege der Terrassen mit ihren zahlreichen trockenen Steinmauern den Boden schont und somit die Umwelt respektiert. Traditionsbewusstsein und Modernität fließen in ihrer Art der Vinifikation zusammen. Der Zeitpunkt der Lese richtet sich nach der optimalen Reifezeit der Trauben, das heißt, er berücksichtigt das kontrollierte Verhältnis von Zucker und Fruchtsäure, wobei ihnen ein hoher Karbolsäureanteil für die Entwicklung der Farbe und der Tannine besonders wichtig ist. Die Beeren werden nicht von der Traube getrennt, sondern einfach zusammengestampft, bevor sie in Stahltanks fermentiert werden, deren Benutzung die optimale Temperaturregulierung garantiert. Schließlich erfolgt eine 18-monatige Eichenfasslagerung (Typ Troncais).

Hier können die Tannine unter schonender Sauerstoffzufuhr allmählich weich und fett werden, damit die Weine das charakteristische, komplexe Aroma entwickeln, dessen Eleganz und Feinheit in jedem einzelnen Jahrgang immer wieder neu hervortreten. In jüngster Zeit wurde das Sortiment um kleinste Mengen eines Condrieu erweitert, auch ein großartiger Saint Joseph und ein Cotes du Rhone vom »Plan de Dieu« rundet das Programm ab. Alles in überragender Qualität und in gewohnt homöopatischen Mengen, bei Stéphane Ogier geht es immer nur um die pure Qualität.