Im Portrait

Weingut Umathum

Das Weingut Umathum kultiviert 48 Hektar eigenes Rebland, die komplett biodynamisch bewirtschaftet werden. Aber weil für Josef Umathum die Biodynamie keine Marketingangelegenheit, sondern seine Art der Landwirtschaft ist, wird es weder zertifiziert noch auf den Etiketten erwähnt. 

Reihen aus gestapelten Fässern im Keller

Die Zweigeltreben werden auf den eisenhaltigen Kieselsteinböden im Haidebodengebiet, östlich des Neusiedler Sees, angebaut. Der Boden verfügt über exzellente Drainage dort ist also eher trocken. Humus auf Kiesel und Lehm. Die anderen Weine wachsen im Leithagebirge auf der westlichen Seeseite auf Kalkstein und Schieferböden. 

Die Ernte erfolgt in allen Rebgärten ausschließlich von Hand. Vergoren wird gänzlich im Spontanverfahren. Bei allen Rotweinen wird ein Saignée (Saftabzug), zur Intensivierung der natürlichen Inhaltsstoffe, durchgeführt. Die Lagenweine vergären zum Teil mit ganzen Trauben und mit den Stielen. Ca. 250.000 Flaschen beträgt die Gesamtproduktion aus dem Ernteertrag.

Umathums große Rotweine gelten unter Insidern als erste österreichische Adresse.

Alle Rotweine werden danach in traditionellen Holzfässern ausgebaut, die über viele Jahrzehnte Verwendung finden. Die gehobenen Qualitäten ab Haideboden reifen in Barriques mit Burgunderqualität. Über zwei Winter hinweg verbleiben die Lagenweine in den Fässern und werden dann ohne Filtration abgefüllt, bevor sie noch bis zu zwei weiteren Jahren auf der Flasche reifen. 

Josef Umathum, der ursprünglich Geologie studierte, stieg 1985 in den elterlichen Betrieb ein. Schon mit seinem famosen 1987er Jahrgang konnte er zur Spitze der österreichischen Rotweinerzeuger aufschließen. Josef Umathum ist davon überzeugt, dass ein großer Wein immer ein Teil seines Terroirs ist, wobei der Konsument durch den Genuss eines »Glaserls« Wein einen Blick in den Weinberg werfen kann. Seien wir gespannt darauf! Umathums große Rotweine gelten unter Insidern als erste österreichische Adresse.