Im Portrait

Forman Vineyards

Forman Vineyards

Forman erkannte die Möglichkeiten und nutzte seine Chancen. Er pflanzte nachweislich als erster Merlot und gilt als Pionier für fassausgebaute Chardonnays. Er war Winemaker bei Sterling Vineyards, Ende der 60er bei Mondavi, gründete darauf Newton Vineyards und war an der Gründung der berühmten Duckhorn Vineyards beteiligt. Als langjähriger Traubenproduzent ist er mit dem Terroir des Napa Valley vertraut wie kaum ein Zweiter. Nach seiner Zusammenarbeit mit David Abreu gründete er 1983 sein eigenes Weingut auf dem Howell Mountain, oberhalb des Silverado Trails. Bereits die Anfahrt zu Formans Weingut beweist abermals, dass exzellenter Weinbau in einer Region wie Napa nur in Hanglagen und am besten in entsprechender Höhe funktionieren kann, am besten hoch oben auf einem Berg. Forman kann zu Recht als Bindeglied zwischen europäischer Tradition und kalifornischer Wirklichkeit gesehen werden, denn ihm gelingt die Verbindung von Finesse und aristokratischer Eleganz mit kalifornischer Reife und perfekten Gerbstoffen in beispielloser Art und Weise.

Nur 10 % seiner Produktion gehen in den Export und katapultieren seine Weine somit in den Rang der gesuchten Raritäten.

Forman betreibt den Betrieb mit seinem Sohn Tobi und zwei Arbeitern, zusammen mit seiner Frau gönnt er sich ein kleines Liebhaberprojekt Projekt für kalifornischen Pinot Noir. Gäste verirren sich nur selten auf den Berg, wer kommen mag muss sich vorher anmelden. Hier oben, auf dem Thorevilos-Weinberg, wachsen die Trauben für seine strahlenden Weine. Er benutzt überwiegend Betontanks und Großgebinde aus Holz und wenig Stahl. Der Keller ist klein, die Magie passiert im Stollen, drei Etagen unter seinem in den Berg gebohrten Fasskeller, wo seine Weine reifen. Minimale Intervention, zwei Wochen frühere Lese als der Rest Napas ausschließlich per Hand und viel Zeit, so beschreibt Forman knapp seinen Stil: »Less is better.« Eine Einstellung, die sich auch in seinem Portfolio spiegelt: Es gibt 2.500 Cases seiner Cabernet Cuvée und 500 Cases Chardonnay. Nur 10 % seiner Produktion gehen in den Export und katapultieren seine Weine somit in den Rang der gesuchten Raritäten.