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Im Portrait

Stéphane Tissot

Seit 1999 arbeitet Tissot ökologisch, seit 2004 ist das gesamte Gut Demeter-zertifiziert. Aber Stéphane geht es nicht um Labels, es geht ihm um die Energie. Im Keller wird mit minimalem Schwefel gearbeitet, oft sogar ganz ohne. Es gibt keine Reinzuchthefen, keine Schönung, keine Filtration. Hier wird Wein nicht »gemacht«, hier soll Wein werden. Tissots Weine, vibrieren vor Vitalität und erzeugen eine fast elektrische Spannung am Gaumen. Tissot ist der Meister der Nuancen.

Während viele Winzer im Jura ihre Lagen verschneiden, füllt Stéphane fast jede Parzelle einzeln ab, um die unterschiedlichen Böden – vom blauen Kalkmergel bis zum Trias-Mergel – schmeckbar zu machen.

Seine Chardonnays wie »Les Graviers« oder der legendäre »Tour de Curon« aus einer winzigen Parzelle auf reinem Kalkstein spielen in einer Liga mit den ganz großen Burgundern aus Meursault oder Puligny. Sie sind rauchig, reduktiv und strotzen vor salziger Mineralität.

Beim Savagnin beherrscht Stéphane Tissot beide Stile meisterhaft: Den oxidativen Ausbau »sous voile« (unter einer Hefeflor-Schicht) für seine Einzellagen-Vin Jaunes, die zu den besten der Region gehören. Aber ebenso den modernen »ouillé«-Ausbau mit stets aufgefüllten Fässern, der schon früh ein besonderes Markenzeichen von Tissot wurde.

Aber auch Tissots Rotweine aus Poulsard, Trousseau und Pinot Noir sind Meisterwerke der Feinheit. Sie sind oft hellfarben, fast wie ein dunkler Rosé, aber am Gaumen entfalten sie eine Komplexität und eine würzige Erdigkeit, die jeden Jura-Fan sofort abholt.

Die Weine von Stéphane Tissot sind eigenwillige Persönlichkeiten. Sie fordern den Genießer heraus, sie erzählen von uralten Böden und einer leidenschaftlichen Handarbeit. Für jeden Terroir-Fanatiker und Liebhaber von puristischen, energiegeladenen Weinen ist Tissot das absolute Maß der Dinge im Jura. Weltklasse im Glas!