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Im Portrait

Angelo Gaja

Angelo Gaja ist schon zu Lebzeiten ein Mythos. Wie kein anderer revolutionierte er den piemontesischen Weinanbau und -ausbau nach französischem Vorbild. Drahtrahmenerziehung, geringste Erträge, penible Klonselektion, Temperaturkontrolle bei der Gärung und letztlich der Ausbau aller Weine in neuen Barriques. Ein Sturm der Entrüstung fegte über das Piemont, wo Tradition noch viel größer geschrieben wird, als in der Toscana (wo Angelo Gaja auch von Erfolg zu Erfolg eilt). Der Erfolg gab ihm Recht, denn seine Weine werden international sehr beachtet. Zusammen mit den Luxuscuvées von Sassicaia, Ornellaia und Antinori verhalf er dem italienischen Wein international wieder zu hohem Ansehen und gilt zu Recht in Italien als Nationalheiligtum. 

Gaja und Barbaresco – eine Verbindung

Besonders gut kommt die Philosophie Angelo Gajas bei seinem Barbaresco zur Geltung. Dieser reinsortige Nebbiolo ist immer so etwas wie eine Turboversion eines Barbarescos. Weil er ob seines oxydativen Barriqueausbaus früher zugänglich ist, zeigt er eher die Größe eines perfekt gereiften Nebbiolos. Nichtsdestotrotz reift der Gaja Barbaresco wie die besten Piemonteser.

Angelo Gaja