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Im Portrait

Domaine des Deux Clés

Domaine des Deux Clés

Die Weinberge von Deux Clés liegen im winzigen Dorf Fontjoncouse in der wilden Landschaft des Corbières, nur 1,5 Stunden von der spanischen Grenze. Außer dem Zufall eines 3-Sterne-Restaurants gibt es in diesem Ort außer ein paar Hundert Einwohnern und Landwirtschaft eigentlich nichts. Eine kleine Serpentinenstraße führt durch die von Garrigues übersäte, raue und felsige Hügellandschaft zu diesem völlig abgeschiedenen Ort. Ein kleines Paradies! Aber was bringt ein junges, weinverrücktes Winzerpaar in diese weltferne Region? Großes Terroir! Einige wenige Hektar mit über 100 Jahre alten Reben, die die beiden mit hingebungsvoller Handarbeit biologisch und biodynamisch erhalten. Die französische Jungwinzerin Gaëlle und der deutsche Florian (Geisenheim-Absolvent) haben sich bei einem Praktikum im Burgund kennen- und lieben gelernt – und so ist auch ihr Winemaking im Grunde burgundisch: kompromisslose Arbeit im Weinberg und Laissez-faire im Keller, alles Spontanvergoren in Beton und Burgunder-Barriques (Chassin, Damy, Gillet und François Frères), dito der Ausbau.

Unsere Philosophie basiert auf dem Wunsch, im Einklang mit der Natur zu arbeiten. Wir wollen Landwirtschaft betreiben, die Boden und Reben mit allem versorgt, was nötig ist, anstatt nur möglichst große Erträge zu erzielen.

– Florian Richter

Deshalb arbeitet die Domaine ausschließlich mit biologischen und biodynamischen Methoden. Die Erträge der uralten Reben sind auf natürliche Weise sehr gering und geben den Weinen bei aller Leichtigkeit diese magische Tiefe. Alles ist immer zu 100 Prozent Handlese, um nur perfektes, selektiertes Lesegut zu erhalten. Das ist wichtig für den ungeschönten Stil der beiden. Der Stil der Weine von Deux Clés ist zwar im Herzen burgundisch, das heißt eher fein, etwas zarter im Tannin als in Südfrankreich sonst üblich, sehr geschliffen und dadurch in jedem Stadium köstlich zu trinken, wie Burgunder eben auch. Dennoch ist ein Corbières natürlich kein Pinot Noir oder Chardonnay, die Weine haben klar mehr Würze und Feuer, sie möchten ihre Heimat ja ausdrücken und nicht verstecken. Aber in Sachen Leichtigkeit und Trinkfluss sucht Deux Clés in dieser Region dennoch ihresgleichen. Das ist schon ganz erstaunlich. Bei den Weißen ist Macabeu die Hauptrebe und in Rot sind es Grenache und Carignan. Die uralten Rebstöcke dieser südeuropäischen Rebsorten sind perfekt an das heiß-trockene Klima angepasst und erbringen auch in den kritischsten Jahrgängen noch aromatische Beeren. Es wird auch niemals angesäuert, sondern nur perfekt gelesen, um die Frische zu erhalten. Für das was man von hier ins Glas bekommt und die Arbeit, die dahinter steht, die uralten Reben, sind die Weine eigentlich viiiel zu günstig. Aber wir sind eben in Corbières und nicht im Burgund – die Welt übersieht diese Schätze viel zu oft. Umso besser für uns Weintrüffelschweine.