Im Portrait

Katharina Wechsler

Den elterlichen Fassweinbetrieb hat sie seit 2012 sukzessive zu einem Flaschenweinbetrieb umgewandelt, den sie seit 2017 komplett in Eigenregie führt. Ihre Weine sind genau so, wie sie es will: präzise, prägnant und charaktervoll.

Katharinas beruflicher Lebensweg war nicht immer gradlinig und dass sie einmal Winzerin sein würde und auf dem Land leben würde, war lange Zeit undenkbar. Erst nach elf Jahren Abwesenheit setzte sich das Interesse an Wein und die Heimatverbundenheit durch. Seit 2009 dann die Rückkehr nach Westhofen und der Start in ein neues »altes, vertrautes« Leben. Sie stellte den Betrieb um, setzte auf kompromisslose Qualität statt Menge und begann mit 30 Jahren eine Ausbildung zur Winzerin – unter anderem bei Klaus-Peter Keller.

Erst nach elf Jahren Abwesenheit setzte sich das Interesse an Wein und die Heimatverbundenheit durch.

Heute bewirtschaftet Katharina 17 Hektar rund um Westhofen, darunter beste Lagen wie Kirchspiel und Morstein. Besonders stolz ist sie aber auf ihre Monopollage Westhofener Benn. Diese verfügt nicht nur über einen äußerst klangvollen Namen, sondern auch über Südausrichtung und teilweise über 50 Jahre alte Rieslingreben.

Riesling hat allgemein einen sehr hohen Stellenwert im Hause Wechsler, so ist innerhalb ihrer Klassifikation von Gutswein bis Lagenwein für jeden Riesling-Liebhaber etwas zu finden. Komplettiert wird Ihre Kollektion durch Rebsorten wie Silvaner und Scheurebe. Mit diesen Sorten wagt sie auch Experimente Richtung Orangewein.

Ausgebaut werden die Weine in einem Tonnengewölbekeller im historischen Ortskern von Westhofen. Dabei greift Katharina häufig auf eine Spontangärung zurück. Im Ausbau profitieren die Weine durch ein langes Hefelager überwiegend im Edelstahl. Der Stil ist mit »elegant, puristisch und leichtfüßig« am treffendsten beschrieben. Ihre Weine überzeugen vom einfachen Gutswein bis hin zur Premium-Lage. Ich habe schon vor einigen Jahren prophezeit, dass dies eine Erfolgsgeschichte würde ...