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Im Portrait

Château Bel-Air

Die rund 13 Hektar Rebfläche sind überwiegend mit Merlot (95%) bepflanzt, ergänzt durch 5% Cabernet Sauvignon. Die Reben sind im Schnitt etwa 30 Jahre alt. Die Böden bestehen aus sandigen und kiesigen Auflagen, unterlegt von grünem Lehm und eisenhaltigen Schichten – eine Kombination, die typisch für diesen Teil von Pomerol ist und dem Wein seine Mischung aus Charme, Frische und Struktur verleiht.

Château Bel-Air ist oft etwas feiner, saftiger, aber gleichzeitig auch tänzerischer, weniger massiv und extraktreich als viele Pomerol. Die Frucht wirkt klar und lebendig, nie schwer oder überreif, sondern getragen von einer schönen inneren Spannung. Genau das macht ihn zu einem sehr zugänglichen, aber dennoch authentischen Pomerol. Immer früh zugänglich, aber auch mit beachtlichem Lagerpotenzial.

Die Arbeit im Weinberg erfolgt klassisch und präzise: mechanische Bodenbearbeitung, keine Herbizide, strenge Selektion und Handlese. Im Keller setzt man auf eine traditionelle Vinifikation in kleinen Betontanks, mit sanfter Extraktion und rund drei Wochen Maischestandzeit. Der Ausbau erfolgt anschließend für 12 bis 18 Monate in französischen Barriques, mit bewusst moderatem Neuholzanteil, um die Frucht nicht zu überdecken.

Im Glas zeigt sich Château Bel-Air als harmonischer, sehr trinkfreudiger Pomerol: dunkle, saftige Frucht, weiches, rundes Tannin und eine schöne Balance aus Frische und Schmelz. Der Wein hat Fluss und Eleganz, bleibt dabei immer präzise und klar strukturiert.

Ein nicht überkonzentrierter Pomerol mit Lecker-Gen, klassischer Handschrift – unaufgeregt, fein und sehr stimmig, mit genau dem richtigen Maß an Tiefe und Charme. Toll!