Im Portrait

Giuseppe Quintarelli

Weinfeld, Weingut Giuseppe Quintarelli im Weinkeller

Hoch über Negrar gelegen war Giuseppe Quintarelli zu Hause. Der im Januar 2012 im Alter von 85 Jahren verstorbene Giuseppe (»Bepi«) war einer der profiliertesten Vertreter der Weinszene im Valpolicella. Keiner war verwurzelter in der Tradition des authentischen Weinbaus. Seine Weine spielen in einer ganz eigenen Liga, am ehesten kommen noch Romano dal Forno oder Gaja an seine Klasse. Seine aufgeschlossene Art führte dazu, dass sich jeder Besucher, der sich auf sein Weingut verirrte bestens aufgehoben gefühlt hat. Berühmt war er für seinen Qualitätsstandard, mit dem er seine Weine produzierte. Nur in den besten Jahren wird der Amarone produziert. Eine extreme Zuteilung (max. zwei Flaschen alter Jahrgänge je Kunde aus seinem Keller werden ausgegeben!). Die Jahresproduktion liegt bei etwa 1.000 Flaschen. Seine Weine kommen erst nach einer sehr langen Reifephase in den Verkauf. Der Weinkeller hat etwas Mystisches: wenn sich die Augen an das dunkle Licht gewöhnt haben, kann man viele liebevolle Details erkennen. Der Traditionsstil prägte sein Leben und seine Umgebung. Es ist nicht übertrieben, wenn man sagt, dass sein Wirken der Aufbruch war, dem italienischen Wein sein internationales Renommee zu verschaffen.