Im Portrait

Conterno Fantino

Terrassenaussicht auf Weinberg

Mit dem Namensvetter Aldo Conterno ist man zwar qualitativ fast auf einer Stufe, der Ansatz und Stil ist jedoch diametral entgegengesetzt. Conterno Fantino ist jetzt auf Top-Niveau in einem Atemzug zu nennen mit den angesehenen Erzeugern der Moderne des Piemont. Die in neuen Barriques ausgebauten (Vorbild Clerico und Altare) Baroli sind enorm tanninreich und langlebig, auf Grund der Fruchtintensität aber durchaus auch jung ein Hochgenuss.

Bei allen Baroli von Conterno Fantino wird Reinzuchthefe eingesetzt, ab 2008 aber nur noch Hefestämme, die aus eigenen Rebbergen vergangener Jahre gezüchtet wurden, also eine selektierte Hefe, um die Fermentation schnell ablaufen zu lassen. Die Besonderheit ist auch, dass die Fermentation in rotierenden Stahltanks geschieht. Die Vergärung läuft nur zwei bis zweieinhalb Wochen. Das ist insgesamt zusammen mit dem späteren Ausbau im ausschließlich neuen Barrique ein sehr moderner und technischer Ansatz, der tendenziell Richtung hochintensive Frucht und Blockbuster läuft. Man muss grundsätzlich überlegen, ob diese Form des Barolo gefällt, aber in ihrer Massivität von Tannin, Frucht und Rasse sind die Weine von Conterno-Fantino doch sehr beeindruckend.

Weinprobe am Tisch mit Heiner Lobenberg