Proprieta Sperino

Proprieta Sperino

Lessona? Wer hat schon jemals von diesen Weinen gehört? Eigentlich niemand! Und das würde vermutlich auch so bleiben, bei den winzigen 30 Hektar Gesamtgröße dieser Appelation, wenn es nicht Paolo de Marchi gäbe.

 

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Proprieta Sperino

Piemont

f

Cuvée

a

Lobenberg 94–95/100

t

Trinkreif: 2020–2035

Uvaggio 2015
  • 27,50 €

Proprieta Sperino

Piemont

f

Cuvée

a

Lobenberg 94–95+/100

t

Trinkreif: 2021–2039

Uvaggio 2016
  • 29,50 €

Proprieta Sperino

Piemont

f

Nebbiolo 100%

a

Lobenberg 96–97/100

t

Trinkreif: 2018–2040

Lessona 2013
  • 59,80 €
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Holzfässer im Keller

Über Proprieta Sperino

Der Besitzer und quasi Erschaffer von Isole e Olena im Chianti stammt aus dieser vergessenen Weinbauregion des Piemont. Seine Familie hatte hier ein Weingut und es sind vermutlich die Sommerferien, welche er bei seiner Großmutter auf diesem Anwesen – Proprieta Sperino – verbrachte, die in ihm den Wunsch geweckt haben, Winzer zu werden. Diese Sommermonate Paolos in Lessona haben zur Entstehung von Isole e Olena geführt. Nicht nur dies, das Etikett des Cepparellos, dieses famosen Kult-Sangiovese mit globalem Status, ist einem Etikett von Proprieta Sperino entlehnt, das Paolo schon als Kind faszinierte. Die Gründer des Weinguts, die Sperinos, genauso wie deren entfernte Cousins und späteren Erben, die de Marchis, hatten einen starken Bezug nach Turin. Viele waren bekannte Figuren in der Welt der Medizin und Jurisprudenz. Die Villa Sperino wurde mit der Zeit zum Ferienhaus und das Weingut zum Nebenerwerb. Wein wird hier aber, anders als in fast allen anderen Regionen Italiens, schon seit dem 18. Jahrhundert auf Flaschen gefüllt und vermarktet. Damit gehört Lessona zu den ältesten Spitzenweinbauregionen Italiens.

Weinberg mit Rebzeile
Rand des Weinberges

Spanna, so das lokale Idiom des Nebbiolo, bracht schon in dieser Zeit ausgezeichnete Ergebnisse hervor, und die Weine waren entsprechend gesucht und hochpreisig. Ein Grund hier führ sind sicherlich die ockerfarbenen und sandigen Böden, die, wie vielleicht nur in Roero, durftige und transparente Nebbioli hervorbringen. Während die Weine der Langhe und z. B. Gattinaras oft durch ein extrem straffes Tannin dominiert wird, verführt Lessona den Trinker mit Finesse und Verspieltheit. Dies war sicherlich vor der Entwicklung moderner Weinbereitungsmethoden ein wichtiger Grund für die guten Qualitäten und hohe Reputation. Das Wirtschaftswunder nach dem Zweiten Weltkrieg hielt auch Einzug im Piemont, Arbeitskraft wurde zur Mangelware und der Weinbau wurde aufgegeben. Das betraf nicht nur Proprieta Sperino, sondern die gesamte Region. Als Paolo zusammen mit seinem Sohn Luca 1999 begann Weinberge zu pflanzen, waren in Lessona von den 800 Hektar der 50er Jahre noch zwei Hektar übrig. Heute zählt die gesamte Appellation 30 Hektar von den zehn zu Sperino gehören. Luca, der auf Isole e Olena großgeworden ist, lebt hier, seine Frau stammt aus der Region und so ist er nun in die Heimat seiner Familie heimgekehrt. In das Erbe seiner Familie eingebunden, welches quasi für eine Genration in der Toskana im Exil war, macht er aufregend in sich ruhende Weine, die man probiert haben muss um das Piemont und Nebbiolo zu verstehen.

Zwei Schieferstücke
Presse
Fässer im Keller
Alte eingestaubte Flaschen im Keller