Die Ried Spiegeln ist eine Ostlage mit wunderschönem Blick auf die Donau. Der Boden besteht aus einem dünnen Kalksteinkonglomerat, das vor rund 15 Millionen Jahren von der Ur-Traisen abgelagert wurde. Genau dieser Kalk gibt dem Chardonnay seine Richtung: keine breite, buttrige Stilistik, sondern Spannung, Salz, kühle Mineralität und feine Straffheit. Von Hand gelesen, schonend über sechs Stunden als Ganztraube gepresst, spontan vergoren iim Tonneau aus französischer Eiche und anschließend zehn Monate auf der Feinhefe im Fass ausgebaut. Das Holz ist da, aber es rahmt nur, es schiebt sich nicht in den Vordergrund. Die Nase zeigt gelbe Pflaume, Nektarine, Orangenzeste und einen Hauch weißer Pfirsich, dazu ganz zarte Exotik in Richtung Kumquat und Sternfrucht. Darunter liegen Wiesenkräuter, etwas Vanille, Feuerstein und diese helle, leicht rauchige Kalkspur. Das wirkt konzentriert, aber nie schwer. Eher kühl, fein geschliffen und mit dieser für Huber typischen Klarheit. Die Frucht ist reif, aber die Mineralität zieht sofort eine straffe Linie darunter. Am Gaumen saftig, präzise und wunderbar spannungsgeladen. Gelbe Pflaume, Orange, Nektarine und reife Zitrone laufen über eine vibrierende, vielschichtige Säurestruktur. Dazu kommt ein feiner cremiger Schmelz von der Hefe, etwas nussige Würze vom Fass und dann wieder diese brillante, salzige Kalk-Mineralität, die den Wein lang und kühl ausklingen lässt. Sehr konzentriert, aber durch und durch auf Frische und Zug gebaut. Kein Chardonnay der Opulenz, sondern einer der Spannung: kalkig, rauchig, elegant und mit großem, vibrierendem Finish. Traisental-Chardonnay mit internationalem Anspruch.