Der Argilité ist ein in vielerlei Hinsicht spezieller Wein von Tarlant. Schon das Etikett kündigt dies an, denn es ist mit georgischen Schriftzeichen beschrieben, auch bei den Flaschen für Deutschland. Das ist bewusst so gewähnt, denn die Inspiration für diesen Wein hat Benoît Tarlant auf einer Reise nach Georgien bekommen. Er war so fasziniert von der uralten Technik große Tonamphoren zu vergraben und die Weine unter der Erde zu vergären und zu reifen, dass er kurzerhand vor der Vinothek in seinem Weingut auch einige Tonamphoren vergrub. In diesen entsteht der Grundwein für den Argilité. Es ist reiner Chardonnay aus dem Lieu-dit Notre Dame in Celles-les-Conde. Der Wein verbleibt etwa ein halbes Jahr in der Amphore bevor er rund acht Jahre auf der Hefe in der Flasche reift. Komplett ohne Dosage degorgiert. Der Duft ist verblüffend frisch für diese Ausbauart, sehr vertikal und kristallin. Null Mufftöne oder ähnliches. Ein präzises Wunderwerk. Von Yuzu und Amalfizitrone bis Crème Brûlée, frische Blumenerde und Schwarztee, Anis und Grapefruit ist alles dabei in diesem komplexen, wunderbar straffen und energetischen Champagner. Köstlich cremige Perlage, die von einer salzigen Säurespur davongespült wird. Würzig, erdig, aber mit einer zitrischen Frische ausgestattet, die schlicht verblüfft. Eigenwillig grandios.