Alle Weine bei Sylvain entstehen in biodynamischer Weinbergsarbeit, Handlese mit kleinsten Erträgen, alles macht der Großmeister höchstpersönlich. Alles wird im Holzgärständer spontanvergoren danach Ausbau im zu einem kleinen Teil neuen Barrique. Ohne Zugabe von Schwefel ausgebaut. 100 Prozent Ganztraubenvergärung. Der L’Ancestrale stammt aus drei verschiedenen Plots jeweils von den ältesten Reben des Weinguts, gepflanzt in den 1930er Jahren, überwiegend. Das sind klar definierte Abschnitte innerhalb der Lagen, zuletzt gelesen, jedes Jahr die ältesten Reben aus denselben Plots: Clos du Roy, Clémengeot, Les Ouzeloy. Die Triebspitzen werden hier nicht geschnitten, sondern man lässt sie wachsen und wickelt sie nur, so wie auch Lalou-Bize Leroy oder P.J. Kühn im Rheingau das in einigen Parzellen machen. L’Ancestrale zeigt fraglos die beeindruckendste Dichte und höchste Konzentration und Reife aller Weine. Es ist ein Wein mit einer Grazie und einer Rondeur wie ein großer Chambertin, dazu hat er aber die eigenwillige Partaille-Würze mit Tabak, Tropenhölzern und Herbstlaub. Sylvain hält 2023 sogar für besser als 2022, aber er weiß, dass das sicher nicht überall zutrifft. Der 2023er ist ein Wein voller Freude und Licht. Grandios saftig, fast kühl anmutend, aber sooo konzentriert, dass man die Augen vor Wonne zusammenkneift. Die uralten Reben haben viel Millerandage, also verrieselte Beeren, klein und dickschalig, die diese Intensität und Struktur bis ins Äußerste aufbretzeln. Dazu die 100 Prozent Ganztrauben. Da geht schon ordentlich die Post ab in diesem Stoff. Aber nicht zum Schaden der Spannung und Eleganz, noch immer sehr „pinoté“, wie die Burgunder zu sagen pflegen, das heißt kirschig-fein.