Die Einzellage »Les Bruyères« ist eine der ikonischen Parzellen von Tissot. Die Reben, die 1992 gepflanzt wurden, wachsen auf schweren, blauen Lias-Tonböden mit südlicher Ausrichtung. Das Weinjahr 2023 zeigte sich im Jura nach mehreren klimatisch extremen und ertragsschwachen Jahren von einer großzügigeren Seite. Es ist ein Jahrgang, der eine fantastische Balance aus physiologischer Reife und lebendiger Frische bietet. Langer Ausbau in überwiegend gebrauchtem Holz, voll aufgefüllt, hier ist keine Florhefe im Spiel. Ein spektakulärer Auftakt in der Nase. Sofort zeigt sich die gewollte Streichholz-Reduktion, die dieser Wein immer hat. Dann kommt gewachste Zitrone, Zitronenmelisse, grüne Aprikose, Cassis, frische Hefe. Ungemein kraftvoll und mundfüllend. Der Wein hüllt den Gaumen in eine fast ölige, konzentrierte Textur, die von einer messerscharfen, packenden Säureader durchschnitten wird. Wahnsinnig viel Spannung. Die kühle Zitrusfrische bleibt ewig haften, immer wieder Zitronenmelisse und Zitronengras. Wie fast alle großen Tissot-Weine benötigt auch der Les Bruyères in seiner Jugend viel Luft.