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Produttori del Barbaresco Sammlerbox: Barbaresco Riserva 2022
Diese Sammlerbox enthält je eine Flasche der Barbaresco Riserva aus dem Jahr 2022Asili DOCG (xx,x% vol.), Pora DOCG (xx,x% vol.), Paje DOCG (xx,x% vol.), Montestefano DOCG (xx,x% vol.),Montefico DOCG (xx,x% vol.), Rabaja DOCG (xx,x% vol.), Ovello DOCG (xx,x% vol.), Rio Sordo DOCG (xx,x% vol.), Muncagota DOCG (xx,x% vol.)
Allergene: enthält Sulfite.
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Heiner Lobenberg über:
Sammlerbox: Barbaresco Riserva 2022
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Barbaresco Riserva Asili 2022: Die Lage ist noch vor Rabaja und Montefico sicher DIE angesagteste und spannendste Lage überhaupt in Barbaresco. Sie liegt genau zwischen Pora und Rabaja. Hier haben wir eine offene Lage, kein Amphitheater, sondern das Gegenstück: die Lage wickelt sich sozusagen um den Hügel herum und es hängt davon ab, wo sich genau die jeweilige Parzelle befindet um etwas über ihre Exposition zu sagen. Die Produttori Parzelle liegt genau in der Mitte der Cru Lage und ist daher dem Pajé Profil am ähnlichsten. In der 14 Håektar großen Lage gibt es acht verschiedene Produzenten. Für die Produttori hat die Lage historischen Wert denn sie begannen bereits 1967 sie mit fünf weiteren Lagen separat als Riserva abzufüllen. Die Trauben werden zu 100 Prozent entrappt und im Stahltank vergoren. Im darauffolgenden Mai kommt der Wein dann ins Holz. Der Ausbau erfolgt zwei Jahre lang in großen, französischen Holzfässern, die kleinsten davon fassen 2.500 Liter, die größten 50.000 Liter. Einmal pro Jahr wird der Wein umgelagert und in ein frisch gereinigtes Fass gefüllt. Am Ende der drei Jahre ungeschönt abgefüllt. Der Wein kommt immer mit beinahe einem Jahr Flaschenreife auf den Markt. Das gehört zur Philosophie der Produttori, selbst der Langhe Nebbiolo genießt hier ein paar Monate Flaschenreife, vor seinem Release. Tiefes, leuchtendes Rubinrot. Was für eine wunderschöne, tiefe Aromatik! Verführerisch duftende Kräuter auf gemischten Waldbeeren und tiefen Kirscharomen. Hier ist bereits ein Hauch Teer, warmes Kerzenwachs, Vanille, Zimt und ätherische Kräuterwürze neben schwebenden, gelben Blüten im Glas. Im Vergleich zu der davor probierten Riserva Rabaja ist Asili schwebend und verspielt – das komplette Gegenstück. Auch im Mund hat der Wein eine beinahe süße und ultra attraktive Kräuterwürze. Super feine Tannine gleiten mit der reifen Frucht über die Zunge. Dabei geht die Aromatik sehr tief – alles scheint perfekt proportioniert am richtigen Fleck zu sitzen. Ein herrliches Finesse-Teil, das in diesem saftigen Jahrgang sogar schon bald zugänglich sein wird. Absolut traumhaft! 97/100 **** ,Barbaresco Riserva Montefico 2022: Montefico liegt an der Grenze zu Neive und ist sozusagen der südlichste Teil der Parzelle Ovello. Die Lage liegt auf 200 bis 250 Höhenmetern und zwischen ihr und dem Fluss Tamaro liegt ein hoher Berg. Das heißt, es gibt eine totale Abschottung gegen das Mikroklima des Tanaro und damit keine Einflüsse des kühlen, feuchten Flusses. Montefico ist eine sehr kleine Lage, sehr kompakt und komplett nach Süden exponiert. Sie besteht aus nur fünf Hektar Rebfläche, die Reben stehen auf weißem Lehm. Insgesamt liefern nur drei Erzeuger ihre Trauben an die Produttori ab. Der Montefico ist das Gegenstück zum Rio Sordo, der so extrem fein, leicht und filigran ist. Montefico ist aufgrund seiner Lage, der Böden und der Hitze das komplette Gegenteil. Das ist die Power schlechthin. Die Trauben werden zu 100 Prozent entrappt und im Stahltank vergoren. Im darauffolgenden Mai kommt der Wein dann ins Holz. Der Ausbau erfolgt zwei Jahre lang in großen, französischen Holzfässern, die kleinsten davon fassen 2.500 Liter, die größten 50.000 Liter. Einmal pro Jahr wird der Wein abgezogen und in ein frisch gereinigtes Fass gefüllt. Am Ende der drei Jahre ungeschönt abgefüllt. Der Wein wird mit beinahe einem Jahr Flaschenreife auf den Markt gebracht. Das gehört zur Philosophie der Produttori, selbst der Langhe Nebbiolo genießt hier ein paar Monate Flaschenreife, bevor er released wird. Tiefe, dunkle Beeren-Nase mit Waldbeeren, Kirschen und Pflaumen. Etwas blonder Tabak mit Herbstwald, gelben Blüten und einem Hauch Kamille. Eine wirklich schöne, herbstliche Nase mit all der herrlichen Würze – der perfekte Nebbiolo?! Auch im Mund ist der Wein wunderbar saftig und erstaunlicherweise sogar schon beinahe zugänglich. Die Tannine tauchen erst einen Moment nach dem Schlucken auf der Zunge auf. Sie sind rund geschliffen und fein griffig in ihrer kalkigen Textur. Orangenabrieb, rote Kirschen und gelb-fruchtige Einschläge. Ein druckvoll schiebender, charmanter und opulenter Barbaresco! 97/100 **** ,Barbaresco Riserva Montestefano 2022: Die Kooperative besteht aus 54 Mitgliedern, die völlig unterschiedlich in der Größe sind. Alle Nebbiolo werden zu 100% in die Kooperative geliefert und nur top-gesundes Lesegut aus stark verringerten Erträgen wird angenommen. Unter 7.000 Kilo pro ha ist der Maximalertrag. Bezahlt wird nach Qualität der Trauben, nicht nach Lage oder Namen, das heißt eben auch, alle Winzer sind angehalten nur erstklassige Trauben abzuliefern. PH-Werte, Säuren, Tanningehalte und Traubengesundheit – alles wird penibel geprüft vor der Bezahlung. ,Montestefano und Montefico sind sehr, sehr ähnlich in ihrer Exposition und Höhenlage. Die Lage Montefico wird aber von Montestefano vor Wind geschützt. Montestefano ist hingegen eher windig. Wir sind hier zudem auf der Seite Barbarescos, die Richtung Neive geht. Von hier kommen die strukturiertesten Weine mit der betontesten Säure. Die Ortsansässigen nennen die Lage daher auch »den Barolo aus Barbaresco«. Die Trauben werden zu 100 Prozent entrappt und im Stahltank vergoren. Im darauffolgenden Mai kommt der Wein dann ins Holz. Der Ausbau erfolgt zwei Jahre lang in großen, französischen Holzfässern, die kleinsten davon fassen 2.500 Liter, die größten 50.000 Liter. Einmal pro Jahr wird der Wein abgezogen und in ein frisch gereinigtes Fass gefüllt. Am Ende der drei Jahre ungeschönt abgefüllt. Der Wein wird mit beinahe einem Jahr Flaschenreife auf den Markt gebracht. Das gehört zur Philosophie der Produttori, selbst der Langhe Nebbiolo genießt hier ein paar Monate Flaschenreife, bevor er released wird. Leuchtendes Rubinrot. Dunkle Kirschen und Pflaumen mit zarten Aromen von Tabak, weißem Pfeffer und etwas Nougat in der Nase. Druckvoll und enorm körperreich schiebt der Wein über die Zunge. Griffige, feine, sandige Tannine. Trotz all der Dichte hat dieser Montestefano auch eine schwebende Feinheit. Im Nachhall bleiben Cassis und komprimierte Schwarzkirsche, auch etwas duftender Himbeerstrauch mit vielschichtiger Kräuterwürze elegant auf der Zunge. Der ehemalige Produttori CEO Aldo Vacca nannte den Wein wie gesagt immer gerne »the Barolo of Barbaresco«. Druckvoll, schiebend und erstaunlicherweise schon beim Release beinahe zugänglich! 96+/100 ****,Barbaresco Riserva Muncagota 2022: Muncagota liegt auf der Spitze eines Hügels, von Barbaresco Richtung Neive gehend. Es ist die höchste Lage überhaupt in Barbaresco, an die 400 Meter, die Spitze ist sogar etwas höher als Rabaja. Komplett kühl und windig, nach Osten exponiert. Die Böden bestehen aus weißem Lehm. Ein Extrem! Die Nase ist fast leicht, aber aromatisch und spielerisch, und die Lage bringt immer intensive Tannine und grüne Kräuter in den Weinen hervor. Die Trauben werden zu 100 Prozent entrappt und im Stahltank vergoren. Im darauffolgenden Mai kommt der Wein dann ins Holz. Der Ausbau erfolgt zwei Jahre lang in großen, französischen Holzfässern, die kleinsten davon fassen 2.500 Liter, die größten 50.000 Liter. Einmal pro Jahr wird der Wein abgezogen und in ein frisch gereinigtes Fass gefüllt. Am Ende der drei Jahre ungeschönt abgefüllt. Der Wein wird mit beinahe einem Jahr Flaschenreife auf den Markt gebracht. Das gehört zur Philosophie der Produttori, selbst der Langhe Nebbiolo genießt hier ein paar Monate Flaschenreife, bevor er released wird. Kräftig schiebende, druckvolle und tiefe ätherische Nase mit saftigem Steinobst und gelben Blüten. Momentan hat der Wein eine elegante Reduktion. Er hält merklich und garantiert noch einige Asse im Ärmel versteckt! Im Mund haben wir hier viel gelbe Frucht. Weinbergspfirsich, Aprikosen und Orangensaft auf Kirsche und dunklen Pflaumen. Die reifen Tannine sind fein und geschliffen. Erstaunlicherweise ist der Stoff schon vor seinem Release zugänglich. Intensiv und trotz der kühleren Lage vielleicht der druckvollste Wein des Jahrgangs. 96/100 ****,Barbaresco Riserva Ovello 2022: Die Kooperative besteht aus 54 Mitgliedern, die völlig unterschiedlich in der Größe sind. Alle Nebbiolo werden zu 100% in die Kooperative geliefert und nur top-gesundes Lesegut aus stark verringerten Erträgen wird angenommen. Unter 7.000 Kilo pro ha ist der Maximalertrag. Bezahlt wird nach Qualität der Trauben, nicht nach Lage oder Namen, das heißt eben auch, alle Winzer sind angehalten nur erstklassige Trauben abzuliefern. PH-Werte, Säuren, Tanningehalte und Traubengesundheit – alles wird penibel geprüft vor der Bezahlung. Ovello ist die größte Lage der Produttori. Wir haben hier zwei verschiedene Expositionen: Ost und West. Einige kühle Parzelle also und auch welche, die Wärme und reife Frucht beitragen. Ovello hat einen wichtigen historischen Wert für die Produttori del Barbaresco, denn von hier kamen die ersten Traubenproduzenten die ihre Trauben ablieferten und somit die Produttori gründeten, Die Kooperative hat hier 18 Trauben-Lieferanten und mehr als 35 Hektar Rebfläche. Von der Riserva werden aber maximal 16.000 Flaschen aus den besten Parzellen gemacht, also 20 Prozent der Lage. Der Rest geht in den Barbaresco Ortswein. Die Trauben werden zu 100 Prozent entrappt und im Stahltank vergoren. Im darauffolgenden Mai kommt der Wein dann ins Holz. Der Ausbau erfolgt zwei Jahre lang in großen, französischen Holzfässern, die kleinsten davon fassen 2.500 Liter, die größten 50.000 Liter. Einmal pro Jahr wird der Wein abgezogen und in ein frisch gereinigtes Fass gefüllt. Am Ende der drei Jahre ungeschönt abgefüllt. Der Wein wird mit beinahe einem Jahr Flaschenreife auf den Markt gebracht. Das gehört zur Philosophie der Produttori, selbst der Langhe Nebbiolo genießt hier ein paar Monate Flaschenreife, bevor er released wird. Leuchtendes Rubinrot mit etwas Orange. Momentan hat der Wein eine elegante Reduktion und kommt dadurch schon an der Nase trotz der körperreichen, reichhaltigen, schiebenden Beerenfrucht mit einem Hauch Pfirsich mineralisch und geradlinig rüber. Die Nase liefert einen wunderschönen, intensiven Pinot Noir-Charakter. Im Mund hat der Wein dann eine beeindruckende Tiefe und ist von der dunklen, reichhaltigen und zugleich monumentalen Mineralität gezeichnet. Blaubeeren und Brombeeren bleiben mit roter, gebrannter Erde im Nachhall auf der Zunge. Beeindruckender Stoff! 95/100 **** ,Barbaresco Riserva Paje 2022: Die Kooperative besteht aus 54 Mitgliedern, die völlig unterschiedlich in der Größe sind. Alle Nebbiolo werden zu 100% in die Kooperative geliefert und nur top-gesundes Lesegut aus stark verringerten Erträgen wird angenommen. Unter 7.000 Kilo pro ha ist der Maximalertrag. Bezahlt wird nach Qualität der Trauben, nicht nach Lage oder Namen, das heißt eben auch, alle Winzer sind angehalten nur erstklassige Trauben abzuliefern. PH-Werte, Säuren, Tanningehalte und Traubengesundheit – alles wird penibel geprüft vor der Bezahlung. ,Vom Fluss starten wir mit Pora über Paje immer weiter den Hang hinauf zu Rabaja, der höchsten Lage in Barbaresco auf fast 300 Höhenmetern, also nochmal 50 Meter über dem Pajé. Die Lage ist in perfekter Südexposition und einem sehr windigen Mikroklima. Die Böden sind hier komplett weiß von Ton und Kalkstein durchzogen. Hier haben wir generell wie auch im Montefico, Montestefano und Muncagota mehr Tannine und Struktur. Die Trauben werden zu 100 Prozent entrappt und im Stahltank vergoren. Im darauffolgenden Mai kommt der Wein dann ins Holz. Der Ausbau erfolgt zwei Jahre lang in großen, französischen Holzfässern, die kleinsten davon fassen 2.500 Liter, die größten 50.000 Liter. Einmal pro Jahr wird der Wein umgelagert und in ein frisch gereinigtes Fass gefüllt. Am Ende der drei Jahre ungeschönt abgefüllt. Der Wein wird mit beinahe einem Jahr Flaschenreife auf den Markt gebracht. Das gehört zur Philosophie der Produttori, selbst der Langhe Nebbiolo genießt hier ein paar Monate Flaschenreife, bevor er released wird. Tiefes Rubinrot. Die Nase ist erhaben und dicht, scheint jedoch momentan in diesem jungen Stadium des Weins noch etwas verschlossen. Reife dunkle Kirschen, erdige Aromen, mysteriös rauchiger Teer, rostiges Eisen, Blut, geschmolzenes Kerzenwachs, mit etwas Orangenabrieb und Pfirsichhaut. Im Mund nimmt dieser Rabaja mich dann auf eine rasante Reise! Feine, griffige Tannine in einem Wechselbad aus dunkler Pflaume und Beerenfrucht mit Pfirsich und wieder ätherischen Aromen von Orangenabrieb und Kräuterwürze. Die weiße Pfefferwürze kitzelt beinahe im Mund – das ist schon immens intensiv und komprimiert. Ziemlich grandios und dabei dennoch früher zugänglich als erwartet. Erstaunlich muskulös für einen Barbaresco. Hier sind wir eher in Pommard, sowohl was die Aromatik angeht als auch die Struktur. Imposanter Stoff aus einem herrlichen Jahrgang in Barbaresco. 98/100 **** Barbaresco Riserva Pora 2022: Die Kooperative besteht aus 54 Mitgliedern, die völlig unterschiedlich in der Größe sind. Alle Nebbiolo werden zu 100% in die Kooperative geliefert und nur top-gesundes Lesegut aus stark verringerten Erträgen wird angenommen. Unter 7.000 Kilo pro ha ist der Maximalertrag. Bezahlt wird nach Qualität der Trauben, nicht nach Lage oder Namen, das heißt eben auch, alle Winzer sind gehalten, nur erstklassige Trauben abzuliefern. PH-Werte, Säuren, Tanningehalte und Traubengesundheit – alles wird penibel geprüft vor der Bezahlung. Die Lage Pora ist ein einzigartiger Cru in Barbaresco, sie liegt in unmittelbarer Nähe zum Fluss Tanaro. Hier haben wir eine Mischung aus Sandböden und Kalkstein. Also Finesse und gute Reife in einem. Das Mikroklima in Flussnähe sorgt für sanftere Tannine und eine feinere Aromatik. Die Trauben werden zu 100 Prozent entrappt und im Stahltank vergoren. Im darauffolgenden Mai kommt der Wein dann ins Holz. Der Ausbau erfolgt zwei Jahre lang in großen, französischen Holzfässern, die kleinsten davon fassen 2.500 Liter, die größten 50.000 Liter. Einmal pro Jahr wird der Wein umgelagert und in ein frisch gereinigtes Fass gefüllt. Am Ende der drei Jahre ungeschönt abgefüllt. Tiefes Rubinrot. Schon die Nase ist samtig, dicht und reichhaltig. Der Wein ist so herrlich einladend und durch seine süße Frucht bereits im jungen Stadium wollüstig attraktiv und »ready«. Intensive gemischte Waldbeeren mit Schattenmorellen, Pflaumen sowie einem zarten Hauch warmem Kerzenwachs und Vanille. Die duftende Aromatik von gefallenem Herbstlaub, getrocknetem Heu mit zarter balsamischer Kräuterwürze und blondem Tabak sind fein verwoben. Der Stoff ist burgundisch in seiner Anmut! Im Mund wird die Saftigkeit des Jahrgangs und der süßen Frucht mit vibrierender Frische balanciert. Fein griffige Tannine hinterlassen im Nachhall eine kalkige Textur, weißen Pfeffer und sogar etwas Chili! Teer, gebrannte Erde und viel Würze. Schon in diesem jungen Stadium ist das ein ultra geheimnisvoller Wein und dabei attraktiv bis zum Abwinken. 95/100 **** Barbaresco Riserva Rabaja 2022: Die Kooperative besteht aus 54 Mitgliedern, die völlig unterschiedlich in der Größe sind. Alle Nebbiolo werden zu 100% in die Kooperative geliefert und nur top-gesundes Lesegut aus stark verringerten Erträgen wird angenommen. Unter 7.000 Kilo pro ha ist der Maximalertrag. Bezahlt wird nach Qualität der Trauben, nicht nach Lage oder Namen, das heißt eben auch, alle Winzer sind angehalten nur erstklassige Trauben abzuliefern. PH-Werte, Säuren, Tanningehalte und Traubengesundheit – alles wird penibel geprüft vor der Bezahlung. Vom Fluss starten wir mit Pora über Paje immer weiter den Hang hinauf zu Rabaja, die höchste Lage in Barbaresco auf fast 300 Höhenmetern, also nochmal 50 Meter über dem Pajé. Die Lage ist in perfekter Südexposition und einem sehr windigen Mikroklima. Die Böden sind hier komplett weiß von Ton und Kalkstein durchzogen. Hier haben wir generell wie auch im Montefico, Montestefano und Muncagota mehr Tannine für die Struktur. Die Trauben werden zu 100 Prozent entrappt und im Stahltank vergoren. Im darauffolgenden Mai kommt der Wein dann ins Holz. Der Ausbau erfolgt zwei Jahre lang in großen, französischen Holzfässern, die kleinsten davon fassen 2.500 Liter, die größten 50.000 Liter. Einmal pro Jahr wird der Wein umgelagert und in ein frisch gereinigtes Fass gefüllt. Am Ende der drei Jahre ungeschönt abgefüllt und dann mit beinahe einem Jahr Flaschenreife auf den Markt gebracht. Das gehört zur Philosophie der Produttori, selbst der Langhe Nebbiolo genießt hier ein paar Monate Flaschenreife, bevor er auf den Markt kommt. Mittleres, leuchtendes Rubinrot mit einem Hauch Orange. Die Nase ist unendlich saftig und fruchtig. Reife rote Kirschen und duftende Erdbeeren. Eine zarte Würze schwebt dahinter, fast ein Hauch Ingwer, weißer Pfeffer, duftende gelbe Blüten und etwas Heu, in diesem jungen Stadium ist hier sogar etwas Conference Birne und Safran im Glas. Mit etwas Zeit kommt ein Hauch Teer und ätherische Kräuter hinzu, aber im Moment ist die Nase eher schüchtern, und sie verbirgt spürbar noch eine Fülle an Aromen. Zugleich ist hier ordentlich viel Dichte und Druck, man würde blind hinter diesem muskulösen Wein sicher eher einen Barolo vermuten. Diese Kraft und Energie ist typisch für die Cru Lage Rabaja, sie steckt immer voller Power. Im Mund haben wir reife, saftige Kirschfrucht, ein Hauch Marzipan und Vanille. Die vielen Tannine sind fein und griffig, zugleich sind sie reif und rund und legen sich auf die Zunge. Dieser Wein hat breite Schultern und ist kraftvoll, fast ölig und dick in seiner Textur. Erstaunlich für einen Barbaresco, muskulös und ein komplettes Gegenstück zum burgundischen Finesseteil Paje. Auch wenn der Jahrgang 2022 schon so erstaunlich zugänglich ist braucht der Rabaja idealerweise immer noch etwas Flaschenreife. 97/100 **** Barbaresco Riserva Rio Sordo 2022: Die Lage Rio Sordo liegt im Süden des Barbaresco-Gebiets, südlich von Pora in Richtung Treiso. Es ist eine überwiegend sandige, nach Süden exponierte Lage, mit ein bisschen Lehm-Einsprengseln. Ein Tal, das direkt vom Fluss Tanaro hochläuft, hat großen Einfluss. Insgesamt ist Rio Sordo eher eine leichtere, verspieltere Lage innerhalb der Crus von Barbaresco. Nur zwei Winzer liefern die Trauben für diesen Wein bei den Produttori ab. Die Trauben werden zu 100 Prozent entrappt und im Stahltank vergoren. Im darauffolgenden Mai kommt der Wein dann ins Holz. Der Ausbau erfolgt zwei Jahre lang in großen, französischen Holzfässern, die kleinsten davon fassen 2.500 Liter, die größten 50.000 Liter. Einmal pro Jahr wird der Wein abgezogen und in ein frisch gereinigtes Fass gefüllt. Am Ende der drei Jahre ungeschönt abgefüllt. Der Wein wird mit beinahe einem Jahr Flaschenreife auf den Markt gebracht. Das gehört zur Philosophie der Produttori, selbst der Langhe Nebbiolo genießt hier ein paar Monate Flaschenreife, bevor er released wird. Mittleres, leuchtendes Rubinrot. Ultra aromatische Nase von reifen, duftenden reifen und gekochten Erdbeeren, Kirschlikör, ätherische Kräuter und auch rauchigen Gewürze. Eigentlich eine Pinot Noir-Nase aus dem Bilderbuch – zumindest was die Aromatik angeht, denn die Intensität ist »Next Level« – ein aufgepimpter Pinot! Dieser Rio Sordo ist ultra druckvoll schiebend. Im Mund sind die Tannine sehr fein, reif, rund und dennoch griffig. Die Würze ist beinahe prickelnd mit weißem Pfeffer, Kalkstein und auch einem Hauch Chili im Nachhall neben den aromatischen Orangenzesten. Teer und die rauchige Erdigkeit in Kombination mit der reifen Johannisbeere, süßer Erdbeere und Kirsche bleibt lange auf der Zunge. Ein beinahe schon zugängliches Leckerli! 95/100 ****,
Jahrgangsbericht
Der kontrastreiche Extrem-Jahrgang 2022 haarscharf unterhalb der Jahrhundert-Klasse verzaubert im Piemont mit unerwarteter Frische. Auf lehmigen alten Top-Terroirs lieferten perfekt präparierte Reben nach sanfter Extraktion hocharomatische, intensiv konzentrierte Meisterwerke voller Saft und Harmonie.
Produttori del Barbaresco
Produttori del Barbaresco ist keine gewöhnliche Winzergenossenschaft. Durch die kompromisslose Qualitätspolitik gehört sie zu den besten und nachgefragtesten Nebbiolo Spezialisten des Piemonts – alle Cru-Lagen sind streng zugeteilt. Die Genossenschaft wurde 1958 vom Pfarrer Don Fiorino Marengo...