JoMa steht für Johanna Markowitsch und gleichzeitig für ihr ganz persönliches Projekt innerhalb des Familienweinguts. Hier darf es ein bisschen wilder, freier und vor allem maximal unkompliziert zugehen. Chardonnay und Weißburgunder wachsen auf schottrigen Böden mit kalkreichem Untergrund. Von Hand gelesen und als ganze Trauben direkt gepresst. Danach startet die Gärung spontan, der noch gärende Most kommt direkt in die Flasche und bleibt dort acht Monate auf der Hefe. Anschließend wird von Hand gerüttelt und degorgiert. Kein Schwefel während des gesamten Ausbaus, einfach Trauben, Gärung und fertig. In der Nase geht es sofort ziemlich animierend los. Saftiger gelber Apfel, knackige Birne und etwas weißer Pfirsich treffen auf einen kleinen exotischen Einschlag von Ananas und Zitrusschale. Dazu kommen feine weiße Blüten, etwas Kräuterwürze und mit Luft auch ein Hauch Brioche und heller Hefeteig vom langen Hefekontakt. Die Frucht bleibt dabei immer frisch und überhaupt nicht süßlich. Am Gaumen herrlich unkompliziert, aber keineswegs banal. Die Perlage ist eher fein und verspielt als aggressiv, dazu kommt eine kernige, glasklare Säure. Wieder Apfel und Zitrus, ein bisschen unreife Ananas, dann zunehmend kalkige Mineralität und eine feine Hefigkeit. Knochentrocken und wunderbar leichtfüßig, hintenraus sogar leicht herb und salzig. Genau die Art Pet Nat, bei der die Flasche erschreckend schnell leer wird. Das ist kein übertrieben funky Naturwein-Zirkus, sondern einfach richtig guter, sauberer Sprudel mit Ecken und Kanten. Frisch, frech, ziemlich puristisch und mit ordentlich Trinkzug. ,