Marc Morey: Bourgogne Chardonnay 2024

Marc Morey: Bourgogne Chardonnay 2024

Limitiert

Zum Winzer

Chardonnay 100%
weiß, trocken
13,5% Vol.
Trinkreife: 2027–2032
voll & rund
frische Säure
Lobenberg: 92+/100
Frankreich, Burgund, Cote de Beaune
Allergene: Sulfite,
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Bourgogne Chardonnay 2024

92+
/100

Die Weinbergsbearbeitung geschieht biologisch-organisch. Das Weingut vergärt ausschließlich spontan mit natürlichen Hefen. Die Weine werden sofort nach der alkoholischen Vergärung, die komplett ohne Maischestandzeit und ohne Schalenkontakt erfolgt, in Barriques bzw. ein Teil in Stahl überführt, in denen dann die malolaktische Gärung stattfindet. Der Bourgogne wird im gebrauchten Holz und Stahl ausgebaut, die Village und 1er Crus werden im gebrauchten Holz und zu geringen Teilen im neuen Holz auf der Feinhefe ausgebaut, manchmal findet eine Batonnage statt. Die Domaine Marc Morey gehört wie auch die Domaine Leflaive zu den wenigen Weingütern, die aus dem Stand schon beim Einstiegswein großes Kino bieten. Der Bourgogne Chardonnay von Marc Morey ist für mich einer der besten Einstiegs-Chardonnay überhaupt, neben dem von Pierre Morey. Aber ein ganz anderer Stil als Pierre Morey in Meursault, etwas feiner und ruhiger und irgendwo klassischer. Ein Teil wächst in Chassagne, ein anderer Part stammt aus den Hautes-Cotes, alles wird in Holz vergoren und ausgebaut. Die Domaine Marc Morey hat im Schnitt 25 bis 30 Prozent der Ernte verloren, ein klein wenig Frühjahrs-Frost und Hagelschlag im August, sowie sehr starker Mehltaubefall aufgrund der nassen Witterung über den Sommer. Vor allem Saint-Aubin und Chassagne Village waren betroffen, weil in Chasssagne am Hangauslauf einfach mehr Wasser im Boden steht und dann der Pilzdruck stark durchschlägt. In den Crus oben am Hang war der Verlust überschaubar, hier fehlen nur 10 bis 20 Prozent, da die Toplagen am Hang eine sehr gute Drainage haben. In der Basis musste dann mehr sortiert werden und es gab eben deutliche Mengeneinbußen. In Summe ist es ein klassischeres Jahr, ähnlich wie 2021 oder 2017 oder 2014, also kühler und straffer im Ausdruck, mit schöner Säurespur und feinem Terroircharakter. Die Trauben waren nach dem nassen und kühleren Sommer geradeso reif, genau am Spannungspunkt, wo es interessant wird mit ausreichend Substanz, aber dennoch feinem grünlichem Touch. Mir gefällt das sehr gut. Auch Winzerin Sabine vergleicht den Jahrgang gerne mit 2017 oder 2014. Der Bourgogne ist kühl und seidig, er zeigt keine Unreife, ist aber durchaus straff. Kommt mit weißem Pfirsich, grüner Mandarine, weiße Mandel und weiße Blüten. Wunderbar saftiger, schlanker und rassiger Mundeintritt, der aktuell deutlich salziger und mineralgetriebener daherkommt als die sehr warmen Jahre zuletzt. Wahnsinnig viel Zug schon im Bourgogne Blanc, ich liebe den Jahrgang jetzt schon.

Mein Winzer

Marc Morey

Die Domaine Marc Morey gehört wie der Namensvetter Bernard Morey zu den kleinen, traditionellen, sagenumwobenen Edel-Erzeugern für die absolute Oberliga der weißen Chassagne- und Puligny-Montrachet. Das beste Terroir der Bourgogne und extrem aufwändige Arbeit im sehr ertragsbeschränkten Weinberg,...

Bourgogne Chardonnay 2024