Der Vorbesitzer der Kleinstlage »Großer Hengelberg« entschied sich 2018 aus Altersgründen dafür, diese extrem schwer zu bewirtschaftende Lage abzugeben. Stefan Steinmetz hat die Chance ergriffen und sich diese spektakuläre Monopollage mit altem Rebbestand gesichert. Sie ist eine der wenigen Kleinlagen an der Mittelmosel, die in den 70er Jahren nicht flurbereinigt wurden. So stehen hier heute über 60 Jahre alte Reben auf sehr stark verwittertem Blau- und Grauschiefer. 2024 war ein kühleres Jahr, aber reifer als etwa 2021. Der goldene Mittelweg der mittelhohen Reife, oft ein Garant für große Lagerfähigkeit beim Riesling. Spontangärung und Ausbau in kleineren Holzfässern. Komplett trocken durchgegoren auf quasi keinen spürbaren Restzucker, dennoch hat der Wein einen immensen Schub. Für mich ist Stefan Steinmetz ein Bruder im Geiste von Markus Molitor, der Holzeinsatz und auch die Kombination aus satter Konzentration bei pikanter Frische schaffen nur wenige an der Mosel so wie diese beiden. Dicht bepackt mit Mirabelle, Limette, Zitronengras, Granny Smith und Feuerstein. Immense Konzentration, die am Gaumen aufschlägt wie eine Schiefer-Salz-Explosion. Lang und länger werdend. Ein Riesling-Gigant und ein Highlight der starken 24er Kollektion bei Steinmetz.