Diese Weine um Oberbergen und Achkarren sind ob des vulkanischen Terroirs einzigartig. Unverwechselbar wie die beispielsweise auch die Weine von der Ahr, einzigartig und wegen ihres speziellen Fruchtausdrucks und des speziellen Terroirs sehr »ursprünglich deutsch« in ihrer Art, nirgendwo anders zu verorten. Hier gehen 50 Prozent Schlossberg ein, der Rest ist aus der Ersten Lage Castelberg. Spontane offene Maischegärung, fast komplett entrappt, nur ganz wenige sehr reife Rappen, die per Hand am Sortiertisch ausgewählt werden. Ausbau im Barrique mit rund 25 bis 30 Prozent Neuholz. Hier sind einige abgestufte Fässer aus dem Schlossberg GG drin, deshalb kommen hier auch höhere Neuholzgehalte hinzu. Die Nase lehnt sich schon durchaus etwas Richtung Schlossberg, süße Kirsche und rauchige Sauerkirsche, helle Nussigkeit, feine Würze von Vulkangestein. Im Mund sehr klar, sehr kühl, kirschig-mentholig fast. Der Oberrotweiler daneben ist dunkler, wärmer. Hier im Achkarrer haben wir eine deutlich zupackendere, fast kreidige Mineralität und eben diese feine Kühle. Die zarte Struktur des Schlossbergs kommt perfekt durch. Tolle Länge und sehr feinblättrige Tanninstruktur. Schon im Ortswein zeigt sich die elegante Handschrift von Friedrich Keller.