Auf dem Cornas-Berg liegt der Lieu-Dit Les Eygats in über 350 Metern Höhe oberhalb des Patou. Sehr viel kühler ist es dort als im Lieu-dit Patou. Südexposition, uralte Reben Petite Syrah, hier früher Sérine genannt. Sie stehen fast nur auf Granit. 8.000 Pflanzen pro Hektar, 40 Jahre alt. Direkt nach dem Patou probiert, wird auch beim Eygats die Besonderheit im Cornas-Berg deutlich. Wir sind bei Les Eygats immer in einem eleganteren Ausdruck, der eher an Saint Joseph angelegt ist als Patou. Damien hat bereits Anfang August festgestellt, dass die Reife noch schneller voranschreitet als gedacht. Am Ende war 2025 fast so frühreifend wie 2003. Die Lese begann in Les Oliviers Blanc bereits am 19. August und die weißen wurden in den anschließenden Wochen durchgehend gelesen. Die Roten hat Damien noch etwas hängen lassen, um die einsetzenden Regenfälle Anfang September abzuwarten. Alles was vor dem Regen gelesen wurde, ist hyperkonzentriert und sehr fest gebaut, nach dem Regen gelesen waren die Trauben etwas eleganter, es gab mehr Saftausbeute, die Tannine sind etwas zarter ausgefallen. Es ist Damien Brissets 21er Jahrgang bei Ferraton, die Domaine kann von seiner riesigen Erfahrung profitieren, genau den richtigen Lesezeitpunkt in jeder Parzelle zu treffen. Und in den letzten Jahren wird er immer präziser. Er hat sein Team auf immer schnellere und fokussiertere Lesegänge eingestellt, teilweise wird 3 mal in derselben Parzelle gelesen, zu unterschiedlichen Zeitpunkten, um noch mehr Komplexität zu erreichen. Das ist der Schlüssel wie man diese modernen Jahrgänge mit wirklicher Größe in den Keller bringt. Da trennt sich die Spreu vom Weizen. Nichtsdestotrotz reiht sich 2025 in die Reihe der heißen Blockbuster wie 2022, 2023, 2019 etc. ein. Es ist ein enorm konzentrierter, reicher Jahrgang, dem Damien Brisset eine erstaunliche Eleganz entlockt hat. Wir haben diesen wahnsinnig konzentrierten Ausdruck in 2025, alles spannt, alles strotzt vor Kraft. Es ist dunkelfruchtiger als 2024, wir haben mehr Frucht und mehr Kirschigkeit als im fast brutalen Patou. Das ist ein Wink mit dem Zaunpfahl Richtung Burgund, aber mit allen Reglern nach Rechts. Ein unerhörtes Powerteil mit großer Finesse – das ist die Magie von 2025. Die größere Eleganz hat fraglos der Eygats. Ob man eher das Profunde von Patou oder die Luftigkeit von Eygats schätzt, ist jedem selbst überlassen. Großer Stoff sind beide! *** Die Methode Ferraton folgt im Grunde immer einem ähnlichen Schema: Biodynamie in den Weinbergen mit sehr viel Handarbeit aufgrund des hohen Anteils an Steillagen. Für die Signature-Linie werden gekonnte Assemblages von den besten Parzellen zusammengeführt. Meist werden gewisse Anteile an Ganztrauben mitvergoren, wenn es die Lagen und der Jahrgang zulassen, so wie es passt. Die Signature-Linie steht für das Savoire-Faire des Hauses. Bei der Parcellaire-Linie hingegen werden nur Einzellagen abgefüllt, sowie alles vor der Gärung komplett entrappt, weil Winemaker Damien Brisset keinerlei Einfluss nehmen möchte, nur das Terroir soll sich unverändert ausdrücken. Vergoren wird spontan im Beton. Danach wird ganz sanft abgepresst, überwiegend nur der Free Run Juice verwendet. Die Vinifkation erfolgt seit 2022 vollständig ohne Schwefelzugabe. Der Ausbau geschieht in Barriques und Demi-muids, sowie Stückfässern. Die Neuholzanteile sind stets gering, seit 2025 meist unter 10 Prozent.