Dieser Châteauneuf-du-Pape Blanc besteht immer zu 80 Prozent aus Roussanne, der Rest ist Bourboulenc, Clairette, Picpoul, Picardan und ein kleines bisschen Grenache Blanc, also alle erlaubten weißen Rebsorten – ohne Unterspielarten. In diesen 80 Hektar auf Beaucastel gibt es einen Plot, in dem alle Weißweinreben zusammen stehen. Hier ist es ein klein bisschen sandiger als im Rest, um noch feinere Weine zu erzeugen. Alle Ganztrauben werden ca. 2-3 Stunden in der Presse belassen, bevor gepresst wird, um ein bisschen Skin-contact zu haben. Dann wird gepresst, und der ungefilterte Saft geht ins große Fuder, wo eine spontane Fermentation stattfindet. Danach Überführung in zu einem Teil neue Barriques und viele Zweit- und Drittbelegungen. Nach dem grandiosen 2024er ist der 2025er wider Erwarten keine brutale Wuchtbrumme, sondern bleibt in diesem im Grunde eleganten Châteauneuf-Stil, obwohl es so ein heißer Jahrgang war. Die Menge war enorm klein, entsprechend ist der Beaucastel 2024 sehr konzentriert, tief, reich in seiner Aromatik, läuft aber eben nicht in die Opulenz davon. In der Nase Anis, Fenchel, Fenchelsamen, Mirabelle, weißer Pfeffer, Quittenbirne. Das ist schon wahnsinnig intensiv, keine Frage, aber es driftet nicht ins Fette ab. Im Kern dominiert die mediterrane Cremigkeit der Roussanne, die kein anderes Weingut so elegant und geschliffen eingefangen bekommt wie Beaucastel. Sie sind die unangefochtenen Könige dieser Rebsorte.