Die Ried Schütt liegt direkt unterhalb des Kellerbergs am Fuß des Loibner Bergs und gehört zu den markantesten und absolut besten Herkünften bei Knoll. Viel nackter Stein, viel Kaltluft aus der Talschneise und dazu die Besonderheit, dass der Riesling hier als einziger im Haus nicht auf Terrassen steht. Das prägt den Stil enorm: fein, kühl, geradlinig und immer mit diesem ganz eigenen Zug. 2025 kommt etwas mehr Saft und gelbe Frucht dazu als 2024, ohne dass die Schütt auch nur eine Spur ihrer Präzision verliert. Die Nase startet fein und glasklar mit gelbem Pfirsich, Mirabelle, etwas Birne und Zitronenmelisse. Dazu weiße Blüten, Kräuter und ordentlich Gesteinsmehl. Mit Luft wird das Ganze saftiger und druckvoller, aber nie breit. Am Gaumen ist die Schütt dann sofort da: viel Zug, viel Spannung, viel Stein. Gelbe Frucht, Grapefruit und etwas Limettenöl treffen auf Salz, feinen Grip und eine Säure, die den Wein mit enormer Energie nach vorne zieht. Nichts steht still, alles bleibt in Bewegung. Gerade 2025 zeigt diese Lage mit einer grandiosen Balance aus Saftigkeit und Kühle. Die Schütt verbindet die straffe Mineralität des Kellerbergs mit etwas mehr Wärme und Charme aus der Bergfußlage, bleibt dabei aber immer fein geschliffen und hochpräzise. Im Finale zieht sich der Wein noch einmal richtig zusammen. Die Frucht tritt zurück, Salz, Stein und Kräuter übernehmen, die Säure spannt den Bogen immer weiter. Das wirkt fast vibrierend, gleichzeitig tief und völlig klar. Kein Riesling für vordergründige Show, sondern einer, der mit jeder Minute größer wird. Enorme Länge, enormer Zug, enorme innere Spannung. Ganz große Schütt – und 2025 einer der präzisesten und faszinierendsten Rieslinge im gesamten Knoll-Sortiment.