Der Wein wächst auf einem zum Ort hin abfallenden Hochplateau im Norden der Gemeinde, auf Sand und roten Kieselsteinen, die vom darüberliegenden nördlichen Plateau de Mont Redon herunter erodieren. Ein Mischsatz aus 80 Prozent Grenache und zu gleichen Teilen aus Syrah und Cinsault als Balance, alles wird zusammen geerntet und vergoren. Wie immer, in konischen Edelstahltanks und dann in Stockinger-Fuderfässern ausgebaut. Benjamin Gras hat sich entschlossen in 2023 etwas weniger Ganztrauben zu verwenden als 2022, aber immer noch 50 Prozent. Er mag diesen Rappenstil einfach, weil er Frische bringt und den Alkohol etwas drückt. Vom sehr feinen Saint Vierges kommend, ist der Pied de Baud klassischer Châteauneuf, etwas feuriger und speckiger. Der Jahrgang 2023 ist ohnehin verspielter als 2022, geht mehr zur Blumigkeit. Auch wenn Benjamin Gras mit seinem Stil, der mehr auf Ganztrauben setzt, dem etwas entgegenwirkt mit viel Struktur und Pfeffrigkeit. Der Wein gefällt dieses Jahr sehr gut, er hat eine schöne Spannung in den Tanninen. Der Le Pied de Baud ist ein bisschen die Antithese zum Saint Vierges. Viel schwarze Oliven mit Erdbeere, was eine sehr leckere Kombination ist. Santa Duc ist immer feiner als die meisten Produzenten in Châteauneuf, aber Pied de Baud bleibt der provencalischste und ortstypischste Wein des Hauses.