Man spürt die verschiedenen Parzellen des Clos, da sind sehr kraftvolle, opulente Teile dabei und ebenso sehr karge, die einen extrem stahligen Wein ergeben. Der Blend als großes Orchester zeigt dann eben sehr viele dieser einzelnen Elemente in schneller Abfolge am Gaumen, immer neue Schichten werden freigelegt, süß, steinig, dicht und energetisch. Jedes Jahr, wenn ich diesen Wein probiere, bin ich verblüfft, wie fein dieses Terroir in Pommard sich doch ausdrückt. Das kann sonst nur Grands Epenots und Rugiens, aber am Ende ist der Clos vielleicht sogar der feinste von allen, es hat nur den richtigen Weinbau gebraucht, um das zu beweisen und der hat lange Jahrzehnte gefehlt. 2024 war ein kühles Jahr, das von Frost und Mehltau heimgesucht war und sehr geringe Erträge brachte. Die Weine sind fein, ziseliert, straff und wunderbar verspielt, eher reduktiver im Charakter. An Konzentration mangelt es aber trotz des leichteren Jahres keineswegs, da die Erträge so klein waren. Wir haben viel Schub aus roter Frucht mit Walderdbeere, zerdrückten Himbeeren, Lorbeer, Boysenberry, ein Touch roter und grüner Pfeffer. Hochfeines, sehr subtiles und perfekt einrahmendes Tannin. Der Wein strahlt eine Kühle und Ruhe aus, die mir sehr gefällt. Nicht so schmelzig und warm wie 2023, sondern klassischer, ein bisschen wie 2017 oder 2014. Oldschool-Burgund vom Feinsten.