Der Name dieser Cuvée »Très Vieille Vigne«, zu deutsch »sehr alte Reben«, ist hier wirklich Programm. Wir haben hier mindestens 80, aber sogar bis zu 100 Jahre alte Reben, die im Lieu-Dit »Aux Caves« im Beaujolais-Cru Moulin-a-Vent wurzeln. Reiner, massiver Granitboden auf knapp 250 Metern Höhe. Im direkten Vergleich zum »Le Clachet« sind wir hier schon mehr bei Beaujolais. Die Aromatik ist dunkler, fleischiger, aber dennoch fein. Sehr druckvoll und komplex. Das Jahr 2025 war heißer und wuchtiger als das kühle 2024. Wir neigen uns etwas mehr zur Rhône in diesem Jahrgang, aber das Ganze mit einer so verblüffenden Eleganz und Energie. Die Frische ist gar nicht unbedingt niedriger als in 2024, es kommt nur mit noch mehr Nachdruck und Schub aus dem Glas. Wir haben eine dichte, blaue Frucht mit Maulbeere, schwarzer Johannisbeere, Rauch und Bleistiftabrieb, dann auch etwas Tabak. Das ist schon wirklich dicht und engmaschig irgendwo mit dieser zupackenden Tanninstruktur und dem Fruchtdruck. Die Renaissance von 2015 und 2005.