Stammt aus der Einzellage »La Rochelle«, die auf rund 280 Metern liegt und geprägt ist von rosafarbenen Granitböden. Eine über 50 Jahre alte Rebanalage im »Gobelet« erzogen, also in Buschform. Komplett entrappt und dann langsame Maischegärung bei niedrigen Temperaturen. Teilweise im Zement, aber überwiegend im gebrauchten Barrique ausgebaut. Im direkten Vergleich ist das hier für mich der zarteste, burgundischste Wein aus der Anita-Range. Diese unfassbar pure, ultrazarte Kirschnase ist beeindruckend in ihrer Feinheit. Dennoch hat der Jahrgang 2025 mehr Wumms und Rondeur als das kühlere und leichtere 2024. Das hat bei aller Feinheit schon eine ziemlich satte Konzentration und auch eine ordentliche Portion Tannin. Wir haben hochkonzentrierte dunkelrote Frucht mit Blutorange, Himbeere, Grapefruit, Passionsfrucht und rotem Pfeffer. Enorm feines Tannin kleidet den Mundraum aus, lässt der süß-pikanten Fruchtfülle dabei aber auch den nötigen Raum, sich zu entfalten. Die transparente Säure erinnert an frischen Granatapfel und wird durch vibrierende, steinige Mineralität ergänzt. Im Abgang wieder diese leichte Schärfe und Blumigkeit vom rosa Pfeffer. Das hat schon Kraft, aber auf eine so elegante Art und Weise verpackt, weil es eben nicht konzentriert ist. Ein eleganter Gamay der Extraklasse. 2025 ist ein feines Powerteil.