Descendientes de J. Palacios: Moncerbal 2025

Descendientes de J. Palacios: Moncerbal 2025

Holzkiste

Zum Winzer

Mencia 89%, Alicante Bouschet 8%, Diverse 3%
rot, trocken
13,0% Vol.
Trinkreife: 2033–2071
Verpackt in: 6er OHK
frische Säure
seidig & aromatisch
saftig
Lobenberg: 97–100/100
Jeb Dunnuck zu 2024: 97–98/100
Spanien, Bierzo
Allergene: Sulfite,
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Moncerbal 2025

97–100
/100

Moncerbal ist in der Nase der einzige Wein, der an Kalkstein erinnert, der theoretisch auch aus dem Burgund stammen könnte. Eine tiefe, würzige, an Blut erinnernde Nase. Superspannend mit reicher Cranberry, satter roter Kirsche, reifer Zwetschge, Hagebutte und Sanddorn. Das Ganze mit heller Lakritze unterlegt. Die hohe Intensität ist fast dramatisch. Im Mund die rote Frucht wieder aufgreifend. Wow, was für ein Ereignis! Cranberry, satte rote Kirsche, Sauerkirsche, konzentrierte Himbeere, Erdbeere, dazu eine feine Süße, dann kommen Schiefer und Rappen. Wäre das ein Burgunder – ich wüsste nicht, wo ich ihn unterbringen sollte. Das ist ein bisschen Marsannay von Sylvain Pataille als Superkonzentrat, gemischt mit süßem Musigny. Also eindeutig im Burgund zu verorten. Aber diese extreme Blutspur darunter macht den Wein doch sooo spannend! Das Finale kommt mit frischer roter Zwetschge, tänzelnd, kühl und doch reif. Ein ultraschickes Konzentrat und eine Ode an die Freude für erwachsene Trinker, die es gerne auch etwas anders mögen. *** Descendientes – also die Abkömmlinge von J. Palacios. Er war der Vater von Alvaro und der Großvater von Ricardo. Sie betreiben dieses Joint Venture in Bierzo, das von Ricardo auf Anregung seines Onkels Alvaro gegründet wurde. Moncerbal ist eine Einzellage mit insgesamt 9 Hektar, es werden aber nur 1,5 Hektar für diesen Wein genutzt. Der Weinberg liegt auf 600 bis 700 Metern Höhe. 98 Prozent Mencia stehen hier zusammen mit rund zwei Prozent weißen Sorten. Die Reben sind 70 bis 100 Jahre alt, sie wurzeln auf schwarzem Schiefer mit viel Quarz und sogar etwas Kalkstein dazwischen. Moncerbal ist der einzige Plot, in dem es auch Kalkstein gibt. Er ist so alt, dass er den pH-Wert nicht verändert. Im Weingut werden circa 20 Prozent der Trauben nicht entrappt, sie werden in den Holzgärtank gegeben und mit Füßen angequetscht. Anschließend wird die restliche entrappte Maische draufgegeben. Die Gärung dauert ungefähr zwei Monate. Anschließend wird das Ganze abgepresst und für den Ausbau in große Holz-, und Betonfässern gegeben, später in Holz mit unterschiedlichen Größen – Barriques sowie 500- bis 700-Liter Fässer.

Jahrgangsbericht

Der hervorragende, hochkonzentrierte Jahrgang 2025 glänzt in Spanien mit extremer Aromatik und einer nie dagewesenen Eleganz. Trotz hitze- und mehltaubedingter Ertragseinbußen brillieren die Weine dank kühler Nächte und perfekter Spätsommer-Regenfälle mit grandioser, saftiger Balance und moderatem Alkohol.

Verkostungsnotiz
97–98
/100

Jeb Dunnuck zu 2024 über: Moncerbal

The 2024 Moncerbal is from grapes grown in layered soils, where there’s more space between the rocks and thus more air in the soil. Ripening can be uneven in these mineral-driven, complex soils, and that is reflected in this mineral-driven, complex wine. A majority Mencia, it has 8% Alicante Bouschet and 3% Jerez. It features a soft, giving texture and chalkiness, complex and supple, with rounded, medium-bodied intensity, tasting of fresh blackberry and plum seasoned in cardamon and white pepper.

Mein Winzer

Descendientes de J. Palacios

Alvaro Palacios, die Legende aus dem Priorat, der Selfmade-Superstar. Und Bierzo, eine der nördlichsten Weinbauregionen Spaniens, der ein sagenhafter Ruf ob der atemberaubenden Landschaft und des riesigen Potenzials großer Rotweine vorausging. Jetzt in diesem Projekt vereint.

Moncerbal 2025