Natürlich biodynamische Weinbergsarbeit, spontan vergoren und der Ausbau wie immer im alten 1000 Liter Fuder. Direkt nach dem Marienburg probiert, der vom grauen Schiefer kommt, ist diese Topselektion aus den Fahrlay Terrassen vom blauen Schiefer ein richtiger Paradigmenwechsel. Das feuchte Gestein kommt zuerst aus dem Glas, es schlägt einem fast ins Gesicht. Der Wein ist sehr druckvoll, hochintensiv, ein verdichtetes Schieferelixier. In der Lage Fahrlay stehen auf den oberen Terrassen uralte Reben, viele davon in Einzelpfahlerziehung, viele davon wurzelecht. Komplett blauer Schiefer, sehr hartes, etwas feuchtes Gestein, das sehr salzige, karge und steinige Weine hervorbringt. Die Fahrlay Terrassen sind komplett nach Süden ausgerichtet, nur terrassierte Parzellen. Die einzelnen Terrassen werden nach ihrer Reife unterschiedlich behandelt. Teilweise Maischestandzeiten von einigen Stunden während des Pressvorgangs bei maximal 0,4 Bar Druck, aber nur wegen der langsamen Pressung. Neben dem aufregenden, sehr straffen Fahrlay gehen die Fahrlay Terrassen vor allem zu mehr Erhabenheit und etwas mehr Großrahmigkeit. Die Frucht wird tiefer und satter, es kommt etwas mehr Mirabelle, Litschi, dann auch Limettensaft und etwas Wermut. Glockenklar, aber wahnsinnig dunkelmineralisch. Das ist wie Feuerstein trinken! Gewissermaßen die etwas feinere, tiefere Variante des brachialen Fahrlay, die ein bisschen mehr Zuständnisse an einen Burgundertrinker machen würde. Ein Wein für alle Sinne.