Der 2024 besteht wie immer aus 70 Prozent Grenache und 30 Prozent Mourvèdre. Die Trauben werden zu 100 Prozent entrappt und dann im Stahl spontan vergoren. Anschließend wird der Wein in überwiegend gebrauchten Barriques für ein knappes Jahr ausgebaut. Der Wein ist eine wunderbare Melange aus der duftigen Finesse der Grenache und der herben Würze der Mourvèdre. 2021 war der letzte Jahrgang Calendal des im Dezember 2021 verstorbenen Philippe Cambie. Das Projekte baute er 2006 zusammen mit Gilles Ferran von der Domaine des Escaravailles auf. Wie immer wieder dieser Wein bei Gilles auf der Domaine gemacht, Philippe war im Grund immer der Weltmeister des Blendings und des Erntezeitpunkts – das war sein Part bei Calendal. Mittlerweile steht fest, dass der Wein auch nach 2021 noch eine Zukunft hat, denn Gilles baut den Wein in bester Manier weiter an- und aus. Vor allem auch als Hommage an seinen verstorbenen Freund. Er stammt aus insgesamt vier Hektar Reben auf dem Plan de Dieu, die Gilles Ferran gehören. Wir liegen in 2024 bei einer etwas frischeren, strafferen Auslegung. Nicht so warmfruchtig und reich wie 2023, etwas feiner bleibend. Nun hat Philipp Cambie eine Vorliebe für reiche, süße und warme Grenache gehabt. Das war sein Stil, und so ist auch Calendal immer einer der reicheren Weine bei den Ferrans. Wir haben eine hochpräzise, saftige Frucht von Maulbeeren, Schlehe, kleine blaue Waldbeeren, ein. Touch Exotik mit China Five Spice und Piment. Die Tannine sind »très Cambie«, üppig und reich auf der Zunge. Calendal ist immer einer der leckersten und geschmeidigsten Weine in diesem Sektor der Rhône. Das ist die reinste Verführung in dunkler, samtiger Beerenfrucht mit Valrhonaschokolade und sahnigem Schmelz. Eine Delikatesse!