Der Winzer hinter Albamar, Xurxo Alba Padín, gilt als »Enfant Terrible« oder schlicht als Genie der Region. Seine Albarinos bringen die ungefilterte Energie des Atlantiks ins Glas. Xurxo Alba ist ein Verfechter des Terroirs. Er besitzt viele kleine Parzellen mit sehr alten Reben, die oft auf sandigen Böden direkt an der Küste Ría de Arousa stehen und von Meeresbrisen durchzogen sind. Seine naturbelassenen Weine haben Kultstatus in Spaniens Sommelierkreisen. Xurxo greift so wenig wie möglich ein. Er arbeitet mit spontaner Vergärung und lässt den Wein lange auf der Feinhefe liegen. Ausbau überwiegend in Edelstahl und Beton, dazu ein paar wenige Fuderfässer. Das ist der klassische Einstiegswein des Hauses, aber lassen Sie sich nicht täuschen – er schlägt qualitativ viele „Reserva“-Weine anderer Güter. Der 2024er Albarino könnte vom ersten Duft auch ein Chablis sein, so steinig und kristallin ist er. Dann kommen Granny Smith, Zündplättchen, zerstoßene Muschelschalen, weißer Pfeffer, Limettensaft. Alles rauscht einmal über die Zunge mit gewaltigem Zug. Die Augen werden schmal, so viel Energie versprüht dieser atlantische Wein. Das ist Meersalz in flüssiger Form. Xurxo verfolgt einen puristischen, steinigen und maritimen Stil. Wahnsinn. Einmal Ceviche, bitte – das ist ein perfect match!