La Servil, benannt nach dem Großvater, liegt in Fuente auf 960 Metern Höhe, West- und Nordexposition auf Sand, Kies und tiefgründigen Kalkstein. Gemischter Satz ungepropfter Originalreben, Monastrell mit Moravia und diversen anderen Reben, zu Beginn der fünfziger Jahre gepflanzt. Das ist Cerrons erster biodynamisch zertifizierter Weinberg. Der Weinberg hat einen extrem tiefen PH-Wert, also Frische satt schon vom Terroir. Ein tiefes Schwarzrot funkelt im Glas. Rohes Wildbret und feuchte Erde steigen in die Nase, untermalt von Noten frisch geronnenen Blutes, Eisen und dunklen Waldbeeren wie Schlehe, dazu eine würzige Schattenmorelle. Eine fast aggressive Intensität entfaltet sich, Aromen von Chili, Piment, schwarzem Pfeffer und kühlem Feuerstein. Am Gaumen zeigt sich ein genial elegantes und zugleich wild-saftiges Geschmacksbild, eine hochintensive Kräuterwürze paart sich mit Sauerkirsche, Schlehe und einem Hauch Grenadine. Eine straffe Frische von Pfeffer und pinker Grapefruit belebt den Mund, ein leicht bitterer Steinton klingt im intensiv salzig-steinigen Abgang an. Ein fruchtig-mineralisches Kraftpaket, das förmlich nach Begleitung durch kräftige Speisen ruft – idealerweise gekühlt zu Rind oder Schmorgerichten. Ein wahrer Kraftprotz, auch wenn die Tannine eine bemerkenswerte Seidigkeit aufweisen.