Stammt aus dem ältesten Chardonnay-Weinberg des Gutes, im Laurenziberg. Vom Vater von Christian und Matthias Runkel gepflanzt Anfang der 1990er. Ganztraubenpressung, direkt ohne Vorklärung ins Barrique. Warm spontan vergoren, auch spontane Malo, die aber nicht in jedem Fass passiert ist. Burgundische Tonnelerien. Rund ein Drittel Neuholz, der Rest Zweit- und Drittbelegung. Unfiltriert abgefüllt. Kreidig-kräuterige Nase mit Zitronenmelisse, süßem Kalkstein, Yuzu und gelber Pfirsich, Quittenbirne. Eine sehr schöne würzige Nussigkeit unterlegt die Nase, fast ein bisschen Popcorn. Der Mund ist, vor allem von den Burgundern zu vor kommend, ein deutlicher Step in Richtung Salzigkeit und Grip, das macht schon richtig Spaß, wenn man auf Fokus und krachende Mineralität steht. Top Balance zwischen der voluminösen Textur am Gaumen und der lebhaften, vibrierenden Spannung aus der Mineralität und der intensiven, aber total reifen Säurestruktur. Diese Reserve hat schon einen sehr individuellen Charakter, eine Würze und einen mineralischen Einschlag, die sehr eigen sind. Gehört neben Huber, Fürst und Molitor zu den wenigen richtig starken Chardonnays in Deutschland.