Bernhard Huber: Breisgau 2024

Bernhard Huber: Breisgau 2024

VDP

Limitiert

Zum Winzer

Grauburgunder, Weißburgunder
weiß, trocken
13,0% Vol.
Trinkreife: 2026–2034
frische Säure
mineralisch
Lobenberg: 93+/100
Deutschland, Baden
Allergene: Sulfite,
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Breisgau 2024

93+
/100

Der weiße »Breisgauer« ist quasi Julian Hubers Visitenkarte, die logische Fortsetzung seiner Idee sich noch mehr auf die Herkunft zu fokussieren als auf die Rebsorte. Gleichzeitig der perfekte Einstieg in Hubers enorm spannende, burgundische Stilistik. Je hälftig Weiß- und Grauburgunder in dieser Cuvée, die damit auch die für den Breisgau typischen Rebsorten repräsentiert. Ausbau genauso wie bei allen anderen Weißweinen von Huber überwiegend im Barrique mit rund einem Drittel Prozent Neuholzanteil. Wunderbar feine, leicht reduktive und vor allem steinig-kühle Nase. Feuerstein, Gesteinsmehl und etwas Rauch, darunter helles Steinobst, gelber Apfel, Mandel und eine ganz zarte Blumigkeit. Am Gaumen karg, straff und zupackend mineralisch, dabei aber doch auch unglaublich saftig und animierend. Nicht ganz so puristisch wie Julians Chardonnays, hier kommt die etwas gelbere, reifere Frucht vom Grauburgunder schön durch, gibt etwas Fett und Schmelz. Die Säure ist dennoch einschneidend, der Wein ultraklar und präzise, zeigt die Dramatik des kühlen Jahrgangs. Wenn man den Malterdinger als Pendant zu einem Bourgogne Village sieht, dann hat das hier am ehesten die Charakteristik eines zupackenden Aligoté von alten Reben. Lang ausklingend in reifer Zitrone, Kräuterwürze, feinem Salz und dezentem Hefeschmelz. Nicht nur ein toller und konsequenter Schritt weiter in Richtung Herkunftsprofil, sondern eben auch so ein unfassbar großartiger Einstieg. In 2024 leider mit rund 40% weniger Menge enorm rar…

Mein Winzer

Bernhard Huber

Die Geschichte des Spätburgunder in Malterdingen begann vor über 700 Jahren, als die Zisterziensermönche die aus dem Burgund stammenden Reben dort pflanzten.

Breisgau 2024