Eine reine Südexposition in den Hautes-Côtes, sehr kalksteinreich. Sehr delikate Extraktion, nur Überschwallen des Mostes. Vergärung und Ausbau komplett in 228 Liter-Fässern, rund 10 Prozent Neuholzanteil. Der Wein verbleibt bis zur nächsten Ernte im Fass, wurde also im September 2025 abgefüllt. Le Prieuré war der erste Wein, den Aurelien Verdet bei seinem Start in 2003 gemacht hat, es ist also ein Wein, an dem sein ganzes Herzblut hängt. Die Reben sind rund 50 Jahre alt. Ich liebe die unterholzige Würze in diesem Wein, man wird direkt mitgenommen in die waldigen Hautes-Côtes, in diese kühlen Hochlagen, die von Bäumen, Sträuchern und Weiden umgeben sind. Man spürt auch die Rappenwürze in der Nase, die Walderdbeeren sind mit schwarzem und grünem Pfeffer unterlegt. Im Mund merkt man dann, warum das so wichtig war, diese feine Selektion der Trauben vorzunehmen und dann komplett mit Rappen zu arbeiten. Dadurch gewinnt der Wein wahnsinnig an Struktur und Dichte. Eine stramme Sauerkirschsäure durchzieht den Auslauf, dann auch Blutorange, wieder Herbstlaub. Eine Frische, die man in diesem heißen Jahr nicht wirklich erwartet, die ihm aber einen famosen Trinkfluss verleiht.