Eine echte Premiere bei Hannes Schuster! Der überragende Jahrgang 2025 hat ihn derart begeistert, dass er sich erstmals dazu entschlossen hat, einen eigenständigen Furmint-Ortswein aus Sankt Margarethen zu füllen. Und was für ein Debüt! Furmint ist im Burgenland längst kein Geheimtipp mehr, doch in dieser kompromisslos geradlinigen, mineralisch geprägten Interpretation zeigt die Rebsorte eine geradezu elektrisierende Präzision. Langfristig sollen sogar eigene Einzellagen-Furmints folgen, vorerst gibt es diesen neuen Ortswein allerdings nur in winziger Menge. Schon die Nase ist faszinierend puristisch und wunderbar fein. Frischer grüner Apfel, etwas gelbe Birne, kandierte Orangenzeste und ein Hauch Zitronenschale, dahinter weiße Blüten, feine Wachsnoten und eine subtile, beinahe ätherische Kräuterwürze. Alles kühl, hell und kristallklar, getragen von einer zarten, kalkig-steinigen Mineralität. Am Gaumen dann richtig Musik! Der Wein schießt mit einer messerscharfen, aber wunderbar reifen Säure über die Zunge. Grüner Apfel, frische Zitrusfrucht, etwas Grapefruit und wieder diese feine, würzig-herbe Orangenzeste. Enorm straff, geradlinig und vibrierend, mit einer fast sehnigen Textur und feinem phenolischem Grip. Dazu eine salzige, kalkig anmutende Mineralität, die sich immer weiter aufbaut und den gesamten Nachhall prägt. Trotz der enormen Spannung ist hier nichts aggressiv oder unreif, die Säure sitzt perfekt in der Frucht. Gerade im warmen Jahrgang 2025 ist diese kühle, puristische Stilistik bemerkenswert! Kein Gramm Fett, keine überflüssige Opulenz, stattdessen Präzision, Finesse und eine grandiose innere Balance. Ein Furmint mit enormem Zug, großer Frische und erstaunlicher Tiefe. Ein sensationell gelungenes Debüt und der Auftakt zu einer hoffentlich großen Furmint-Zukunft bei Hannes Schuster! Unbedingt probieren, solange es noch etwas davon gibt.