Die Lage Scarrone ist die direkte Fortsetzung des Barolo Pira von Roagna. Die alten Reben wurden bereits 1989 gepflanzt und stehen in Südost- und Ostexposition. Der Boden wird hier etwas tonhaltiger, deswegen ist er in manchen Parzellen nicht ideal für Barolo geeignet. Die Nebbiolo-Reben, die in der Lage Scarrone stehen, sind Bestandteil des Barolo Castiglione, hier wird nie ein Einzellagen-Wein gemacht. 18-monatiger Ausbau, hauptsächlich im gebrauchten Barrique, mit ungefähr 15 Prozent Neuholz. Tiefes, leuchtendes Violett mit dunkel eingefärbten Tränen am Glasrand. Samtige Schwarzkirschen, Pflaumen und saftige Blaubeeren mit erfrischendem Hibiskus und vielschichtigen würzigen Aromen. Schwarzer Pfeffer, warmer Piment und Muskatnuss, ein Hauch verlockende Tonkabohne und Teer. Darunter schwebt die tiefe, verführerische Barbera-Veilchen-Nase. Im Mund legt der Wein eine fabelhafte Saftigkeit an den Tag! Die Spannung und Frische, die zusammen mit den fein geschliffenen, reifen und doch dezent griffigen Tanninen über die Zunge gleitet, schneidet durch die reichhaltige Frucht des Weins. Dabei ist die knackige, salzige, dunkle Beeren- und Pflaumenfrucht immer klar und präzise bleibend – sie brummt dunkel mit brauner Würze. Muskatnuss, Vanille, Zimt mit zartbitterer Veilchenschokolade und Salzigkeit auf der Zunge. Schick, elegant und vielschichtig – Vietti hat nicht umsonst die Top Reputation für Barbera-Weine. Ein echt starker Wein!